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Aufstehen für Freiheit, Menschenwürde und Demokratie

Foto: Landtag Rheinland-Pfalz
Foto: Landtag Rheinland-Pfalz
Christuskirche zeigt Menschen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus
25.01.2019 - Mit dem Thema „Männer und Frauen im deutschen Widerstand gegen den Nationalsozialismus“ beschäftigt sich die Ausstellung unter dem Titel „nicht die geringste Erinnerung an diese Leute“ der ökumenischen Arbeitsgruppe „Gedenktag 27. Januar“. Landtagspräsident Hendrik Hering betonte bei der Ausstellungseröffnung am Dienstag in der evangelischen Christuskirche in Mainz, dass die Ausstellung einen wichtigen Akzent setze, insbesondere auch über Konfessions- und Generationengrenzen hinweg. Denn diese Ausstellung werde auch noch im Mainzer Dom, in der Katholischen Hochschulgemeinde und auch im Jugendhaus Don Bosco zu sehen sein.

Gerade junge Menschen sollten erfahren, dass es Männer und Frauen gab, die dem verbrecherischen Hitler-Regime unter Einsatz ihres Lebens etwas entgegensetzten, betonte Hendrik Hering. Die Porträts der Menschen im Widerstand zeigten, dass es eine Wahl gegeben habe zwischen tatenlosem Zusehen und Handeln – selbst unter den Gefahren einer Diktatur.

Widerstand gegen Fremdenfeindlichkeit ist auch heute wichtig

Der Landtagspräsident verdeutlichte, dass auch in der heutigen Zeit Widerstand notwendig ist: Widerstand gegen aufkeimende Fremdenfeindlichkeit, gegen Ausgrenzung und gegen Antisemitismus. „In diesen Zeiten sind alle gesellschaftlichen Kräfte gefordert, dagegenzuhalten“, appellierte Hendrik Hering. Auch heute erfordere es Mut, nicht zu schweigen, sondern zu handeln, wenn uns Rassismus und Hass begegnen.

Ausstellung zeigt auch Frauen im Widerstand

Der Widerstand gegen die Hitler-Diktatur sei vielgestaltig gewesen. Es habe den zivilen Widerstand gegeben und schließlich diejenigen, die Juden beim Überleben geholfen haben. „In der Hitler-Diktatur Widerstand leisten, das war schon eine mutige Leistung an sich“, bewunderte der Landtagspräsident. Es sei ein besonderer Verdienst der Ausstellung, die Rolle der Frauen im Widerstand zu zeigen. Ein Beispiel aus Mainz sei die Damenschneiderei von Rosa Freitag. Ihre Schneiderei habe als Tarnung gedient für die Kommunikation der Menschen, die das Attentat vom 20. Juli 1944 vorbereitet haben. Rosa Freitags Vater sei für den Mainzer Stützpunkt der zivilen Vertrauensleute zuständig gewesen. „Der Widerstand von damals ist heute eine Aufforderung an jeden von uns, für Freiheit, Menschenwürde und Demokratie einzutreten“, erinnerte Hendrik Hering.

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