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Mit der Hoffnung auf ein besseres Leben nach Amerika

Vor 300 Jahren startete erste Auswandererwelle

Zu der Vortragsveranstaltung mit dem Thema "Die Auswanderung aus Rheinland-Pfalz nach USA" lädt Landtagspräsident Joachim Mertes am

Dienstag, den 15. September 2009,
um 17.00 Uhr in den Plenarsaal,

herzlich ein. Missernten, die daraus resultierende Hungersnot und die desaströsen wirtschaftlichen Spätfolgen von Kriegen waren die Gründe der ersten deutschen Auswanderungswelle nach Amerika 1709/10, die sich vor allem in der Kurpfalz vollzog. Arme Bauernfamilien und mittellose Handwerker stellten das Gros der Auswanderer dar. Unter verheerenden Bedingungen und ständigen Gefahren ausgesetzt, aber mit der Hoffnung auf ein besseres Leben, nahmen sie die lange Reise nach Nordamerika auf sich. Dort ließen sie sich vor allem in der englischen Kolonie Pennsylvania nieder.

Mit rund 100.000 Personen waren die Wegzüge aus dem deutschsprachigen Raum vor 1800 nur ein Vorspiel der Massenauswanderung des 19. Jahrhunderts, die allein aus dem Gebiet des heutigen Rheinland-Pfalz weit über eine halbe Million Menschen in die USA führte. Auch hier war vor allem die Unzufriedenheit mit ökonomischen Verhältnissen die Hauptursache für Auswanderungen. Außerdem zogen nach dem Hambacher Fest und der gescheiterten Revolution von 1848 Angehörige der bildungsbürgerlichen Elite in die Neue Welt, die den repressiven Maßnahmen des Deutschen Bundes entgehen wollten.

300 Jahre nach Beginn der Auswanderung möchte der Landtag gemeinsam mit der Atlantischen Akademie Rheinland-Pfalz und anderen Kooperationspartnern dieses Ereignis zum Anlass für eine Veranstaltungsreihe nehmen.

Der Historiker Dr. Helmut Schmahl, Privatdozent der Universität Mainz, wird in seinem Vortrag die Hintergründe der Auswanderungswellen in die USA und ihre Folgen näher beleuchten. Das Schlusswort spricht Dr. Werner Kremp, Direktor der Atlantischen Akademie Rheinland-Pfalz.

 
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