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Rechtsextremismus im Alltag

Auftaktveranstaltung soll Jugendliche für Gefahren sensibilisieren

Zu der Auftaktveranstaltung der Reihe "Studientage: Rechtsextremismus im Alltag- Erscheinungs- und Ausdrucksformen der rechten Subkultur und ihre Wirkung auf Jugendliche" lädt Landtagspräsident Joachim Mertes am

Freitag, den 18. September 2009, 8.30 Uhr,
in den Landtag Rheinland-Pfalz

ein. Vergleicht man die Wahlergebnisse rechtsextremistischer und rechtspopulistischer Parteien mit denen anderer europäischer Länder, könnte man den Eindruck gewinnen, Rechtsextremismus sei in Deutschland kein Problem. Doch Mitgliederzahlen und Wahlerfolge stellen nur ein Element des Rechtsextremismus dar. Ein anderes ist die allmähliche Durchdringung der Alltagskultur mit rechtsextremem Gedankengut. So entstehen weitgehend unbeachtet von der Öffentlichkeit Strukturen, die unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung gefährden. Ein Beispiel ist die Verbreitung der so genannten Schulhof-CD, die von der NPD bundesweit mit einer Auflage von 200.000 Exemplaren kostenlos vor und auf Schulhöfen verteilt worden war.

Die Bekämpfung des Rechtsextremismus ist ein politisches Schwerpunktthema des Landtags und der Landesregierung Rheinland-Pfalz, dessen Behandlung den Abschluss eines "Gesellschaftsvertrags" unter Einschluss zahlreicher gesellschaftlicher Institutionen anstrebt. Um zu gewährleisten, dass sich die Schulen aktiv und dauerhaft mit dem Thema Rechtsextremismus auseinandersetzen, sollten ergänzend zu den "Schülerkongressen gegen Rechtsextremismus", flächendeckende Informations- und Präventionsmaßnahmen durchgeführt werden. In Verbindung mit Trägerinstitutionen der politischen Jugendbildung sollen bereits Schüler/innen eines ganzen Jahrgangs (9./10. Klasse) über die Ziele, die Methoden und die damit verbundenen Gefahren rechtsextremistischer Organisationen und ihrer (Freitzeit-)Angebote informiert und zugleich für demokratische Alternativen sensibilisiert werden.

Die Studientage im Anschluss an die Auftaktveranstaltung, versuchen einen Überblick zur aktuellen Situation zu geben, Gefahren bis hin zu zunehmenden rechtsextrem motivierter Gewaltbereitschaft und den Lösungsansätze aufzuzeigen. Nach einführenden Filmen und Vorträgen können sich die Schülerinnen und Schüler in verschieden Workshops und Arbeitsgruppen aktiv mit Themen wie "rechtsextreme Musik", "Rechtsextremismus im Internet" oder "Rechtsextremismus und Gewalt" auseinandersetzen. Um die Nachhaltigkeit der Informationsveranstaltung zu sichern, werden im Anschluss an den Studientag weitere Maßnahmen mit den beteiligten Schulen vereinbart.

Die Veranstaltungsreihe ist ein gemeinsames Projekt der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik, der Fridtjof-Nansen-Akademie für politische Bildung, Ingelheim, der Deutschen Vereinigung für politische Bildung, der "Leitstelle Bürgergesellschaft und Ehrenamt" in der Staatskanzlei, dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur sowie dem Innenministerium Rheinland-Pfalz. Sie wird vom rheinland-pfälzischen Landtag unterstützt.

 
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