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Chancen für die rheinland-pfälzische Wirtschaft

Parlament und Wirtschaft knüpfen Kontakte in Argentinien und Brasilien

Argentinien und Brasilien - Chancen für die rheinland-pfälzische Wirtschaft, unter diesem Thema steht eine Informationsreise von rheinland-pfälzischen mittelständischen Unternehmern und Vertretern des Landtags unter der Leitung von Landtagspräsident Joachim Mertes und Wirtschaftsminister Hendrik Hering, der in Argentinien Teilnehmer der Delegation sein wird.

Vom 31. Oktober bis 6. November wird die Delegation mit einem umfangreichen Programm zahlreiche Kontakte mit Wirtschaftsvertretern und Politikern der beiden südamerikanischen Staaten haben. Höhepunkte dabei sind die Unterzeichnung zweier Absichtserklärungen, die im außenwirtschaftlichen Interesse unseres Bundeslandes, der politischen Unterstützung von Parlament und Regierung bedürfen.

Der Landtag von Rheinland-Pfalz und die Abgeordnetenkammer von Argentinien werden eine Absichtserklärung ratifizieren, die zu einer Vertiefung der Beziehungen der beiden Länder beitragen soll. Beide Parlamente schlagen darin unter anderem ihren Regierungen vor, Sondierungsgespräche in den Bereichen der internationalen Logistik und der Zukunftstechnologien zu führen. Insbesondere ist dabei an eine Förderung und Stärkung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen dem Flughafen Frankfurt-Hahn und dem Flughafen Ezeiza in Argentinien gedacht. Auch sollen Anlaufstellen in wirtschaftlichen Fragen in beiden Ländern errichtet werden.

Für das argentinische Parlament wird unter anderem dessen Präsident Eduardo Fellner, für das rheinland-pfälzische Parlament neben Landtagspräsident Mertes die parlamentarischen Geschäftsführer, Hans-Josef Bracht (CDU) und Günter Eymael (FDP) sowie Heike Raab (SPD) die Vereinbarung unterzeichnen.

Zwischen dem brasilianischen Bundesland Rio Grande do Sul und Rheinland-Pfalz wird ebenfalls eine engere Zusammenarbeit vereinbart werden. Neben der Intensivierung der kulturellen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit ist es zwischen Landtagspräsident Mertes und seinem Präsidentenkollegen Ivar Pavan auch ein besonderes Anliegen, die historische Verbundenheit beider Regionen zu dokumentieren und in Erinnerung zu halten.

Im 19.Jahrhundert war Rio Grande do Sul das Ziel der Immigration aus dem Hunsrück und der Pfalz, den heutigen Gebieten des Bundeslandes Rheinland-Pfalz. Noch heute ist ein großer Teil der Bevölkerung deutscher Abstammung und sich dieser Abstammung auch sehr bewusst. Die Bevölkerung hat ein großes Interesse an dem Erhalt von Kontakten in die alte Heimat.

Die Wirtschaftsreise ist auch vor dem Hintergrund, dass Brasilien zu den wichtigsten Wachstumsmärkten weltweit gehört, von besonderer Bedeutung. Auch Argentinien weist eine Wachstumsquote von 8 Prozent auf. Die Regierungen beider Staaten haben die Boomjahre genutzt, Devisenreserven anzusammeln und die Staats- und Auslandsverschuldung zu verringern. Die Region ist heute deutlich besser in der Lage, die Auswirkungen der Weltfinanzkrise abzuwehren.

 
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