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Mainz - 60 Jahre Landeshauptstadt

Festakt im Landtag am 17. Mai 2010

Das Bild zeigt die Zeitzeugen Susanne Hermans, ehemalige MdL aus Koblenz, Anton Maria Keim, früherer Mainzer Kulturdezernent und General Jean-Louis Brette, sowie die Moderatoren Lisa Weglinski und Lucas Schaal. Foto: Klaus Benz"Der Bestand des neu geschaffenen Landes war seinerzeit alles andere als sicher gewesen. Es gab nicht wenige, die für Rheinland-Pfalz keine Zukunft sahen - das war kein Geheimnis", sagte Landtagspräsident Joachim Mertes in seiner Festansprache hinsichtlich der Tragweite des Hauptstadtbeschlusses für Rheinland-Pfalz.

Die Geschichte hätte auch ganz anders ausgehen können. Es kam jedoch wie von der französischen Militärregierung und dem damaligen Ministerpräsidenten und Mainz-Befürworter Peter Altmeier gewünscht. Am 16. Mai 1950 stimmte die Mehrheit der rheinland-pfälzischen Parlamentarier für den Umzug von Koblenz nach Mainz. Man war der Überzeugung, nur vom zentral gelegenen Mainz aus sei es möglich, die Trennungslinie zwischen Pfälzern und Rheinländern zu überwinden.

In der von General Pierre Koenig am 30. August 1946 unterzeichneten "Ordonanz Nummer 57" wurde nicht nur das Land Rheinland-Pfalz gegründet, sondern in Artikel 2 Mainz auch gleich als Hauptstadt benannt. Beweggründe für die Entscheidung der Franzosen, Mainz zur Landeshauptstadt zu erheben, waren wohl die günstige Lage und die fast 2000 Jahre alte Geschichte der Stadt.

Der Oberbürgermeister der Stadt Mainz, Jens Beutel, erinnerte in dem Festakt an den damals drohenden Bedeutungsverlust der Stadt. Erst die Hauptstadtentscheidung zugunsten von Mainz habe der zerstörten Stadt neue Kraft gegeben. Neben dem Einzug der Parlamentarier, die 1951 das Deutschhaus bezogen, sei die Wiedereröffnung der im Jahre 1798 von den Franzosen geschlossenen Universität ein belebendes Element gewesen.


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