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Landtagspräsident gedenkt Völkermord in Ruanda

Hendrik Hering betroffen von Geschehnissen vor 25 Jahren im rheinland-pfälzischen Partnerland/Teilnahme an Gedenkfeier in Kigali

Landtagspräsident Hendrik Hering ist von den Geschehnissen im Zusammenhang mit dem Völkermord in Ruanda vor 25 Jahren tief betroffen. „Die entsetzlichen Gräueltaten, aber auch die Unentschlossenheit und Untätigkeit der internationalen Gemeinschaft, erschüttert mich auch heute noch sehr“, sagte Hering heute in der ruandischen Hauptstadt Kigali. Dort nahm er an der zentralen Gedenkfeier anlässlich des Beginns des Völkermordes teil. Landtagspräsident Hendrik Hering hält sich im Rahmen einer Reise von Innenminister Roger Lewentz vom 6. April bis 9. April erstmals in Ruanda auf.

Wie die Menschen im rheinland-pfälzischen Partnerland heute mit dem Genozid umgehen, beeindruckt den Landtagspräsidenten sehr. Eine Vielzahl an Menschen erinnert am jährlichen Gedenktag an den damaligen Völkermord. Ehemals Verfeindete leben heute friedlich zusammen. „Angesichts der Geschichte, die gerade mal ein Vierteljahrhundert alt ist, ist dies keine Selbstverständlichkeit“, sagte Hendrik Hering am Sonntag. Niemals dürfe man diese Geschehnisse jedoch vergessen, erinnerten sie doch daran, wie brüchig der Frieden oftmals sei und wie wichtig stabile freiheitliche Demokratien und starke internationale Gemeinschaften. 

Hintergrund der Reise ist für den Landtagspräsidenten insbesondere, sich im Rahmen der Zusammenarbeit beider Parlamente über Erinnerungskultur im Partnerland von Rheinland-Pfalz zu informieren. Daher sind auch Gespräche mit Zeitzeugen des Völkermordes geplant.

Hintergrund:

Der 7. April ist in Ruanda der Gedenktag anlässlich des Beginns des Genozids, der sich vor 25 Jahren ereignete. Dabei wurden mindestens 800.000 Menschen innerhalb von 100 Tagen ermordet. Während dieser Ereignisse zogen die Vereinten Nationen ihre Friedenstruppen aus dem Land ab. Nach dem Holocaust wurde international beschlossen, nie wieder einen Völkermord zuzulassen. Dennoch kam es 1994 in Ruanda dazu. Diese grausamen Ereignisse waren schließlich auch Grundlage für den Film „Hotel Ruanda“, der für drei Oscars nominiert wurde.

 
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