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Wenn der Plenarsaal zum Kino wird

Premiere: SWR Kino im Landtag mit dem Politthriller „Saat des Terrors“

Es fehlte nur noch das Popcorn. Wo ansonsten Politiker leidenschaftlich debattieren, herrschte an diesem Mittwochabend im Interimsplenarsaal des Landtags im Landesmuseum gebannte Stille auf den vollbesetzten Abgeordnetenplätzen und auf der Besuchertribüne. Eine überdimensionale Leinwand spannte sich dort, wo normalerweise das Landtagspräsidium die Sitzungen leitet. Auch war der Saal abgedunkelt, sodass einem echten Kino-Erlebnis nichts mehr im Wege stand. Nach „Kunst im Landtag“, „Musik im Landtag“, „Literatur im Landtag“, „Theater im Landtag“ ist nun auch das „SWR Kino im Landtag“ angekommen. Auf dem Programm stand die Preview des federführend vom SWR für DAS Erste produzierten und prominent besetzten fiktionalen Politthrillers „Saat des Terrors“. Der Film thematisiert die Arbeitsweise der Geheimdienste und beleuchtet die Verkettungen des globalisierten Terrors.  

„Nach diesem erfolgreichen Testlauf setzen wir die Reihe gerne fort und wollen sie für ein breites Publikum öffnen“, sagte Landtagspräsident Hendrik Hering. Er freue sich sehr über die Kooperation mit dem SWR und Das Erste sowie die gelungene Premiere. Das Medium Film bringe den Menschen gerade auch schwierige Themen nahe, spreche dabei Emotionen an und befördere damit öffentliche Diskussionen über gesellschaftlich relevante Themen. „Und wir wollen als Landtag der Ort sein, an dem über all diese Fragen diskutiert wird“, sagte Hering.  

Das Erste-Themenabend am 21. November

Simone Schelberg, Landessenderdirektorin des SWR in Rheinland-Pfalz, sagte, dass es der Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sei, politisch und gesellschaftlich relevante Stoffe abzubilden. Daniel Harrich, der Regisseur des Films, sei bekannt für sein „tiefenrecherchiertes Fernsehen“. In zwei Wochen, am 21. November, laufen der Spielfilm „Saat des Terrors“ sowie die Dokumentation „Spur des Terrors“ im Das Erste-Themenabend. „Wir brauchen das insbesondere in der heutigen Zeit: die Dokumentation und die faktenbasierte Darstellung der Wirklichkeit“, betonte Hendrik Hering. Regisseur Daniel Harrich erklärte, der Landtag sei genau der richtige Ort für diese Premiere. Er wünsche sich, dass sein Film zur Diskussion anregt. „Denn das ist die Aufgabe in einer Demokratie: Denken und Veränderung herbeischaffen.“

Heiner Lauterbach zu Gast im Landtag

In der aufwändig inszenierten Produktion spielen unter anderen Christiane Paul, Axel Milberg und Heiner Lauterbach in den Hauptrollen. Lauterbach ließ es sich nicht nehmen und war bei der Preview im Mainzer Landtag ebenfalls zu Gast. Er betonte, es sei „extrem sinnvoll, solche Themenabende im Ersten zu machen“. Denn das sei die besondere Stärke des öffentlich-rechtlichen Fernsehens: an einem Abend erst einen Spielfilm zeigen und dann die passenden Dokumentationen und Talkrunden dazu anbieten. Hier liege das große Potenzial im Wettbewerb beispielsweise mit Streaming-Diensten.

Auf wahren Begebenheiten beruhend

In „Saat des Terrors“ erkennt eine deutsche Geheimdienstagentin während ihres Auslandseinsatzes in Pakistan, dass ein Anschlag in Mumbai unmittelbar bevorsteht. Sie unternimmt alles in ihrer Macht Stehende, um die Anschläge zu vereiteln. Der Film basiert dabei auf wahren Begebenheiten.

 
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