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Ein Leuchtturm für Europa in Marienberg

Europahaus Marienberg: Landtagspräsident setzt auf europäische Bildungsarbeit/Neuer Vorstand

Die Jugendbildung auf europäischer Ebene soll weiter ausgebaut und intensiviert werden. Dieses Ziel hat sich die europäische Bildungs- und Begegnungsstätte Europahaus Marienberg unter seinem neuen Stiftungsvorsitzenden, Landtagspräsident Hendrik Hering, gesetzt. „Als erstes Europahaus Deutschlands wollen wir ein Leuchtturm für innovative europapolitische Projekte im Bereich der Bildungsarbeit für junge Menschen sein und den europäischen Gedanken stärken“, betonte Hendrik Hering bei der konstituierenden Sitzung des Vorstands der Stiftung des Europahauses Marienberg im November. Er wolle insbesondere auch eine enge Verbindung zu den jüngst fusionierten beiden Partnerschaftsverbänden Rheinland-Pfalz/Oppeln/Mittelböhmen sowie Rheinland-Pfalz/Burgund herstellen, dessen Vorsitz er ebenfalls innehatte. Der Vorstand der Stiftung wird ergänzt durch den CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Andreas Nick und die Bad Marienberger Stadtbürgermeisterin Sabine Willwacher, wodurch national alle Ebenen vertreten sind, auf denen das Europahaus mit seinen Bildungsprojekten agiert.   

Begegnungen schaffen und für Europa motivieren

Das Europahaus Marienberg ist eine moderne europäische Bildungsstätte und wurde 1951 als erstes Europahaus überhaupt gegründet. In über 30 europäischen Ländern gibt es inzwischen weit über 100 vergleichbare Einrichtungen. Im Mittelpunkt steht dabei die außerschulische Förderung der europäischen Jugendbildung. So werden beispielsweise europäische Jugendseminare ebenso umgesetzt wie bi-, tri und multinationale Jugendbegegnungen zu europäischen Schwerpunktthemen. „Das Europahaus Marienberg fördert das Engagement für ein vereintes Europa, was vor allem in Zeiten großer Europa-Skepsis von grundlegender und zunehmender Bedeutung ist“, betonte Hendrik Hering, der seit Juni dieses Jahres Vorstandsvorsitzender der Stiftung des Europahauses ist. Die Arbeit mit Jugendlichen unterschiedlicher sozialer und nationaler Herkunft solle nicht nur über Europa informieren, sondern vor allem auch dazu motivieren, den europäischen Einigungsprozess aktiv zu unterstützen.

Berufsbildenden Bereich stärker einbeziehen

Bei den Bildungs- und Austauschprogrammen sollen laut Hendrik Hering nicht nur Hochschulen und Gymnasien im Fokus stehen. Verstärkt müssten auch Schülerinnen und Schüler aus dem berufsbildenden Bereich mit der Arbeitswelt in einem vereinten Europa vertraut gemacht werden. „Ein gutes und aktuelles Beispiel ist die deutsch-französisch-polnisch-tschechische Schülerbegegnung, die vom 13. bis 17. November in Mainz mit Berufsschülern aus dem Fachbereich Medien stattfand“, betonte Hendrik Hering. Auch die Praktikantenvermittlung zwischen den vier Regionen beziehe die berufliche Bildung ein, was dazu beitrage, dass sich Arbeitnehmer in Europa stärker als Kollegen und nicht als Konkurrenten empfänden.

 
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