Warum ist es am Rhein so schön?

Die Präsidentin der rheinland-pfälzischen Partnerregion Mittelböhmen, Jaroslava Pokorná Jermanová, hat Anfang September mit einer Delegation Rheinland-Pfalz besucht. In Begleitung von Mitgliedern des mittelböhmischen Kabinetts und Abgeordneten des regionalen Parlamentes informierte sie sich insbesondere über die Themen „Tourismus/Wassertourismus und Smart Cities“ in Rheinland-Pfalz.

 

Im Frühjahr dieses Jahres waren Landtagspräsident Hendrik Hering gemeinsam mit seinen beiden Vizes, Astrid Schmitt und Hans-Josef Bracht sowie Mitgliedern der Enquete-Kommission Tourismus bereits in Mittelböhmen zu Gast, um sich über die dortige Situation im Tourismus zu informieren. Nun fand der Gegenbesuch statt mit dem Ziel, weiter voneinander zu lernen, da beide Regionen im touristischen Bereich ähnliche Voraussetzungen aufweisen. So verbindet ein Element  die rheinland-pfälzische und die mittelböhmische Region besonders eng: das Wasser. Was in Rheinland-Pfalz Rhein oder Mosel, sind in Mittelböhmen Elbe und Moldau. Beide Regionen haben das touristische Potenzial ihrer Flüsse erkannt. Doch wie lässt sich der Tourismus in diesem Bereich noch attraktiver gestalten?

Loreley und Smart Cities

Um rheinland-pfälzische Antworten auf diese Frage zu finden, stand nach Empfängen durch Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Landtagspräsident Hendrik Hering, eine Schifffahrt auf dem Rhein nach Kaub sowie der Besuch des neugestalteten Loreley-Plateaus auf dem Besuchsprogramm. Dort empfing Innenminister Roger Lewentz die Gäste und erläuterte das neueröffnete Besucherzentrum. Auch die Planungen zur Ausrichtung der Bundesgartenschau 2029 im Mittelrheintal waren für die tschechischen Gäste von großem Interesse.

In das Konzept der „Smart Cities“ gab Professor Dieter Rombach von der TU Kaiserlautern und Gründer des Fraunhofer-Instituts für Experimentelles Software Engineering einen fundierten und tiefgreifenden Einblick. Zur Frage, wie Rheinland-Pfalz im Falle eines großflächigen und langwierigen Stromausfalls aufgestellt ist, informierte sich die tschechische Delegation abschließend im Wirtschaftsministerium.

In Region verwurzelt und weltoffen

Der regelmäßige persönliche Austausch beider Regionen werde auch in Zukunft fortgeführt, betonte Landtagspräsident Hendrik Hering. Dabei soll jeweils im Vorfeld ein Schwerpunktthema festgelegt, von Experten vorbereitet und dann im direkten Austausch besprochen werden. Vertreter der Enquete-Kommission sollen bei touristischen Themen fachlich unterstützen. „In Zeiten der Globalisierung brauchen wir Partnerschaften mit Menschen, die in ihrer Region verwurzelt und gleichzeitig weltoffen sind“, betonte Hendrik Hering. Die Pflege dieser partnerschaftlichen Beziehung stärke Europa in seinen Grundfesten.