Junge Menschen gestalten Europa

„Wie wollen wir in der EU leben?“. Mit dieser Frage hat sich das Europäische Jugendforum im rheinland-pfälzischen Landtag befasst. Schülerinnen und Schüler debattierten dabei verschiedene europapolitische Themen. Die Veranstaltung fand nach 2008 und 2014 zum dritten Mal im Landtag statt. Kooperationspartner ist das Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments.

Landtagsvizepräsident Hans-Josef Bracht und Astrid Meesters vom Verbindungsbüro des Europäischen Parlamentes begrüßten die Schülerinnen und Schüler im Interimsplenarsaal im Mainzer Landesmuseum. Hans-Josef Bracht betonte: „Studien zeigen: Junge Menschen interessieren sich sehr für politische Fragen und würden gerne mehr gehört werden, wenn es um Fragen ihrer Zukunft geht. Leider ist für viele Europa viel zu weit weg und zu abstrakt, obwohl sie in unterschiedlichster Art und Weise von Europa profitieren. Ich freue mich sehr, dass mit dem Europäischen Jugendforum genau diese beiden Felder miteinander verknüpft werden und junge Menschen die Chance erhalten, ihre Ideen von Europa zu präsentieren und mit Abgeordneten zu diskutieren.“  

Massentierhaltung abschaffen

Diese Möglichkeit nutzen die Jugendlichen, die sich zunächst in den drei Ausschüssen für Ernährung, Handel und Umwelt zusammengefunden hatten, dann auch intensiv. Sie erarbeiteten Maßnahmen und Lösungen zu den Themen, die sie bewegen. Im Anschluss stimmten sie im Plenum über die Ergebnisse ihrer Ausschussarbeit ab. Sie setzten sich etwa dafür ein, dass nur fair produzierte Kleidung in die EU importiert werden dürfe. Auch solle die EU den öffentlichen Nahverkehr und Nullemissionsbusse stärker fördern. Zudem solle Massentierhaltung abgeschafft und das Tierwohl künftig stärker überwacht werden.


Abgerundet wurde die Veranstaltung von einer Diskussionsrunde mit Abgeordneten des Europäischen Parlaments und des Landtags. Für das EU Parlament nahmen Jutta Paulus (Bündnis 90/Die Grünen), Christine Schneider (CDU) und Nicola Beer (FDP) teil. Mit Bernhard Braun (Bündnis 90/Die Grünen) und Thomas Barth (CDU) waren auch Abgeordnete des rheinland-pfälzischen Landtags gekommen. Hierbei bot sich für die interessierten Teilnehmenden die Gelegenheit, den Abgeordneten auch Fragen rund um ihre politische Tätigkeit zu stellen.