Wenn das Gute so nah liegt

Wie kann der Austausch mit den Partnerregionen aufrechterhalten und gepflegt werden, wenn die Coronavirus-Pandemie Reisen kaum möglich macht? Und wie leidet der Tourismus in den rheinland-pfälzischen Partnerregionen? Mit diesen Fragen beschäftigte sich Landtagspräsident Hendrik Hering Mitte September in einer Videokonferenz mit der Präsidentin des Regionalrats von Burgund-Franche-Comté, Marie-Guite Dufay.

Bis persönliche Treffen wieder möglich sein werden, gelte es, die Freundschaft zwischen Rheinland-Pfalz und der Region Burgund-Franche-Comté auf digitaler Ebene zu pflegen, waren sich beide einig. Dies bedeute jedoch nicht, dass neben dem regelmäßigen Austausch keine Kooperation bei konkreten Projekten möglich sei, so Hendrik Hering. Besonders der von der Coronavirus-Pandemie stark betroffene Tourismussektor stand im Fokus des Gesprächs.

Werbung für Urlaub in Nachbarregionen

Beiden Regionen fehlten in diesem Sommer die sonst so zahlreichen ausländischen Übernachtungsgäste. Die Unterstützung dieser Branche spielt daher für beide Regionen eine wichtige Rolle und eine Zusammenarbeit in diesem Bereich wird als wertvoll erachtet. „Fernreisen werden voraussichtlich bis ins nächste Jahr, wenn nicht sogar noch länger, nur sehr wenig gefragt sein“, sagte Landtagspräsident Hendrik Hering. Den Urlaub in der Nachbarregion zu verbringen, sei daher ein naheliegendes Ziel. Als erste konkrete Maßnahme vereinbarten die Gesprächspartner daher, gegenseitig auf die Partnerregion als Reiseziel aufmerksam zu machen.

Dies ist jedoch nur ein erster konkreter Schritt. Auch auf Ebene des 4er-Netzwerks wird sich Rheinland-Pfalz mit seinen weiteren Partnerregionen Mittelböhmen (Tschechien) und Oppeln (Polen ) Anfang Oktober darüber austauschen, wie der Tourismussektor weiter unterstützt werden kann. Die Region Burgund-Franche-Comté hat hierfür zu einer digitalen Konferenz der vier Partnerregionen eingeladen.