U-Ausschuss: Anhörung von Sachverständigen

Der rheinland-pfälzische Untersuchungsausschuss „Flutkatastrophe“ hat am Freitag, 14. Januar 2022 im Plenarsaal des Landtags in Mainz seine zweite öffentliche Sitzung zur Beweisaufnahme durchgeführt. Im Rahmen einer Anhörung wurden zehn Sachverständige zu den Themengebieten Wetterkunde, Klima, Hydrologie, Geologie und Geographie angehört.

Der Ausschussvorsitzende Martin Haller betonte, dass es in der heutigen insgesamt fünften Sitzung des Gremiums maßgeblich um die Frage gehe, welche Informationslagen im Vorfeld der Katastrophe vor allem auch im Ahrtal vorlagen und insbesondere im Hinblick auf Meteorologie und Bodenbeschaffenheit. Die Sitzung schließe sich damit inhaltlich an den Vor-Ort-Termin des Ausschusses im Ahrtal am 20. Dezember 2021 an. Allen Ausschussmitgliedern wurde im Vorfeld der Sitzung jeweils ein Gutachten der Fachleute zur Verfügung gestellt, welches als Grundlage für die Befragung durch die Abgeordneten diente. Unter den Experten befanden sich unter anderem bekannte Meteorologen wie Sven Plöger oder Jörg Kachelmann.  

Zeitplan und Themen im Februar
Des Weiteren informierte Martin Haller zusammen mit dem stellvertretenden Ausschussvorsitzenden Marcus Klein über den weiteren Zeitplan des Untersuchungsausschusses. Am 4. Februar wird sich der Ausschuss mit der Rolle des Landesamtes für Umwelt befassen, am 11. Februar geht es um einen Austausch mit der Staatsanwaltschaft und am 18. Februar soll die Rolle des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe im Mittelpunkt stehen.
Die nächste öffentliche Sitzung zur Beweisaufnahme findet am Freitag, 28. Januar um 9:30 Uhr statt. Darin wird es um das Thema Hochwasservorhersagen gehen.  

In seiner ersten öffentlichen Sitzung hatte sich der Untersuchungsausschuss kurz vor Weihnachten an sieben von der Flutkatastrophe im Juli betroffenen Orten im Ahrtal informiert. Die Sitzung diente der Beweisaufnahme zur Frage, welchen Einfluss die topographische und geologische Beschaffenheit des Ahrtals auf die Flutkatastrophe am 14./15. Juli hatte. Als Sachverständiger berichtete Professor Georg Wieber, Direktor des Landesamtes für Geologie und Bergbau in Rheinland-Pfalz. Bei der so genannten „Inaugenscheinnahme“ wurden sieben verschiedene Punkte in den Ortschaften Schuld, Hönningen, Altenahr, Dernau, Bad Neuenahr-Ahrweiler und Sinzig angefahren.