Teilhabe von Menschen mit Behinderungen

Gerade für Menschen mit Behinderungen ist Teilhabe durch Technologien von entscheidender Bedeutung, so die Landesregierung in ihrer Antwort auf eine Große Anfrage der CDU-Fraktion. Hierdurch würden alternative Zugangsmöglichkeiten zu gesellschaftlichen Bereichen geschaffen, die ihnen sonst unter Umständen verschlossen blieben. Technologien würden als Werkzeuge betrachtet, um sich etwa Informationen zu beschaffen oder Dinge eigenständig erledigen zu können, für die sonst fremde Unterstützung gebraucht würde.

Teilhabe durch digitale Technologien bedeute individuelle Lebensverbesserung und soziale Teilhabe. Mangelnde digitale Kompetenzen bei Anwendenden sowie Fachpersonal, zum Beispiel in Einrichtungen der Behindertenhilfe oder Schulen, seien eine der größten Herausforderungen. Ein wichtiger Schritt zu mehr Teilhabe von Menschen mit Behinderungen sei auch die Untertitelung von audiovisuellen Inhalten. Untertitelung fördere unter anderem die kulturelle und informationelle Teilhabe. Auch könnten neue und digitale Technologien, wie die automatische Spracherkennung und künstliche Intelligenz, zukünftig dabei helfen, Kosten und Erstellungsdauer der Untertitelung deutlich zu senken.

In ihrer Antwort hat die Landesregierung zudem Fragen zur generellen Verbesserung der Teilhabe in den unterschiedlichsten Bereichen beantwortet. Allen Kindern solle in einer Kita entsprechend ihrer individuellen Fähigkeiten gleiche Entwicklungs- und Bildungschancen geboten werden, und dies unabhängig ihrer ethnischen Herkunft, ihrer Nationalität, ihrer weltanschaulichen und religiösen Zugehörigkeit, einer Behinderung oder der sozialen und ökonomischen Situation ihrer Familie. Dies bedeute aber auch, dass Kinder einen über den Regelpersonalschlüssel hinausgehenden behinderungsbedingten Mehrbedarf aufweisen könnten, der von der jeweiligen Einrichtung aufzufangen sei.