Planspiel „Spring School“: Plenum erstmals digital

Zum zweiten Mal hat der Landtag Rheinland-Pfalz Studierende der Universität Koblenz-Landau zum - coronabedingt digitalen - Planspiel der Spring School mit dem Titel „Verhandeln, Vermitteln und Kommunizieren“ eingeladen. Im Zuge des Kooperationsprojekts mit der Universität Koblenz-Landau schlüpften Studentinnen und Studenten in die Rolle von Abgeordneten.

Wie im echten parlamentarischen Alltag wurden die Abgeordneten nach Fraktionen aufgeteilt und organisierten sich in Ausschüssen. Gemeinsam mussten sie über einen fiktiven Gesetzentwurf einer Volksinitiative zur Gründung eines rheinland-pfälzischen Elitegymnasiums abstimmen und sich dabei - außer in fachlichen Debatten - auch im Netzwerken und Bündnisse schmieden üben. Abschluss des Planspiels bildete eine Plenarsitzung, in der von den regierenden Fraktionen eine erfolgreiche Verabschiedung des Entwurfs nach ihren Vorstellungen durchgesetzt werden konnte.

Die Besonderheit dabei stellte die erstmalige digitale Durchführung einer fiktiven Plenarsitzung dar. Die sonst in Präsenz an den Originalschauplätzen in Mainz stattfindende Spring School musste dieses Jahr gänzlich in den digitalen Raum verlagert werden. Per Videokonferenz zusammengeschaltet, organisierten sich die Studierenden unter Anleitung der Politikwissenschaftlerin Professorin Manuela Glaab von der Universität Koblenz-Landau und dem Referenten Oliver Zimon vom Landtag Rheinland-Pfalz. In der Vergangenheit hatten bereits zahlreiche Ausschüsse des „echten“ Landtags in digitaler Form stattgefunden. Alle Teilnehmenden waren sich jedoch bei allem Austausch in einem Punkt einig: das fehlende Herzklopfen beim Gang zum Rednerpult und das mangelnde Erlebnis vor Ort im Plenarsaal bedeutete schon eine Lücke.

Politisches Rahmenprogramm

Auch wenn der Austausch vor Ort abseits des Programms dieses Jahr pandemiebedingt ausfallen musste, ließ es sich Landtagspräsident Hendrik Hering nicht nehmen, zum „Kamingespräch“ via Videokonferenz zu laden. Gemeinsam mit ZDF-Journalist Matthias Fornoff stand Landtagspräsident Hendrik Hering den Studierenden Rede und Antwort rund um das Thema der Corona-Pandemie und ihrer Auswirkungen auf die Gesellschaft und Demokratie. Den Abend beherrschende Themen waren dabei Diskussionen um die Zero-Covid-Strategie, die schulische Bildung im Shutdown und die Perspektiven für die Zeit nach der Pandemie. Die Studierenden brachten zum Ausdruck, dass man sich eine Nachhaltigkeit des momentanen digitalen Wandels im schulischen Bereich wünsche. Die aktuellen Herausforderungen unserer Demokratie müssten als Chancen für die Zukunft gesehen werden