Lutz Seiler liest „Stern 111“

Im Zuge der Reihe „Literatur im Landtag“ hat der vielfach ausgezeichnete Autor Lutz Seiler vergangenen Dienstag im Plenarsaal des Landtags aus seinem Roman „Stern 111“ gelesen. Sein aktueller Roman befasst sich mit dem Schicksal einer Familie in Folge der Nachwendezeit im Herbst 1989.

Lutz Seiler erzählt in „Stern 111“ die Geschichte von Carl und seinen Eltern Inge und Walter Bischoff, die zwei Tage nach der Wende ihr altes Leben in Gera hinter sich lassen, während Carl nach Berlin flieht und in das Chaos der Nachwendezeit gerät.

„Die Geschichte steht für zahlreiche Familien, für die das Jahr 1989 mit dem bis dahin nicht für möglich gehaltenen Mauerfall bis heute prägend war. Auch wenn der Mauerfall für die Bürgerinnen und Bürger der DDR vor allem Freiheit bedeutete, so waren damit auch viele Herausforderungen verbunden. Lutz Seiler schildert in seinem Roman ‚Stern 111‘ eindrucksvoll die Nachwendezeit, die für Viele das Ende des bisherigen Lebens bedeutete und zugleich auch Neuanfang war“, so Landtagspräsident Hendrik Hering.

Daniela Danz, Vizepräsidentin der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, führte in das Werk ein und diskutierte nach der Lesung mit Lutz Seiler über die Hintergründe des Romans.

Die Veranstaltung „Literatur im Landtag“ findet seit 1993 statt. Seit 2018 alterniert die Veranstaltung im jährlichen Wechsel mit „Musik im Landtag“. Literatur im Landtag ist eine Gemeinschaftsveranstaltung des Landtages Rheinland-Pfalz und der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz.