Landtagsvorstand in Polen: Partnerschaft, Gedenken und Ukraine im Fokus

Ende April hat der Vorstand des rheinland-pfälzischen Landtags, Landtagspräsident Hendrik Hering, die Landtagsvizepräsident:innen Astrid Schmitt und Matthias Lammert sowie die Direktorin beim Landtag, Ursula Molka, das Nachbarland Polen besucht. Am Besuch der rheinland-pfälzischen Partnerregion, der Woiwodschaft Oppeln, nahm auch Ministerpräsidentin Malu Dreyer teil.

Im Zentrum der Polen-Reise des Landtagsvorstandes stand das Thema Erinnerungsarbeit, mit dem die Besichtigung der KZ-Gedenkstätte Auschwitz verbunden war. Beim Gespräch mit Mitarbeitenden der Gedenkstätte Auschwitz ging es um die Zukunft der Gedenkarbeit ohne Zeitzeug:innen sowie die Digitalisierung von Gedenken. „Niemals dürfen wir vergessen was in Auschwitz geschehen ist. Wir schulden den Ermordeten unser Gedenken. Es mahnt uns und alle kommenden Generationen, so etwas nie wieder zuzulassen“, sagte der Landtagspräsident an der „die Schwarze Wand“ genannten Mauer auf dem Gelände der Gedenkstätte. Dort wurden während der Nazi-Herrschaft zahlreiche Exekutionen von Gefangenen durchgeführt. Zum Gedenken legten der Landtagspräsident und die Vizepräsident:innen im Namen des Landtags hier einen Kranz ab. 

Nach einer Führung durch das ehemalige KZ trug sich der Landtagsvorstand in das Gästebuch der Gedenkstätte ein.
 

Im Dialog mit der Partnerregion

Seit inzwischen zwanzig Jahren sind Rheinland-Pfalz und Oppeln Partnerregionen. Vor Ort wurde insbesondere auch die Stärkung der Partnerschaft sowie die Wiederaufnahme von gegenseitigen Besuchen thematisiert.  Auch der Krieg in der Ukraine war Gegenstand vieler Gespräche. Polen und Oppeln haben eine Vielzahl an Geflüchteten aufgenommen. Die Woiwodschaft Oppeln unterhält seit über 20 Jahren eine Partnerschaft zu der ukrainischen Region Iwano-Frankiwsk. Seit Anfang des Krieges in der Ukraine unterstützt die Woiwodschaft diese Partner in vielfacher Weise wie auch die Geflüchteten vor Ort. Aktuell wird in Iwano-Frankiwsk ein Gebäude renoviert, in dem 100 Waisenkinder aus einer anderen, vom Krieg zerstörten Region aufgenommen werden. Landtagspräsident Hendrik Hering kündigte an, die Partnerregion bei der Sanierung zu unterstützen.
 
Ein Austausch mit dem Jugendforum der Selbstverwaltung der Woiwodschaft Oppeln bot Gelegenheit, sich über Demokratie und die Partizipationsmöglichkeiten von Jugendlichen auszutauschen. Hieran nahmen auch Jugendliche aus Rheinland-Pfalz teil.