Landtag gedenkt Opfern und Betroffenen

Ein Jahr nach der Flutkatastrophe im Ahrtal gedenkt auch der Landtag den Opfern, Hinterbliebenen und Betroffenen. Die Fahnen auf dem Dach des Landesparlamentes wehen auf halbmast. Landtagspräsident Hendrik Hering nimmt an der heutigen zentralen Gedenkfeier des Kreises Ahrweiler im Kurpark Bad Neuenahr teil. Der Untersuchungsausschuss „Flutkatastrophe“ wird morgen zu Beginn seiner Sitzung eine Gedenkminute einlegen.

Ebenso wird der Landtagspräsident am kommenden Samstag in den Ortsgemeinden Antweiler und Schuld an Gedenkveranstaltungen teilnehmen und zu den Menschen sprechen. Hendrik Hering sagte: „Wir als Gesellschaft dürfen nicht vergessen, was im Juli 2021 geschehen ist. Diese Flut ist jetzt auch ein Teil unserer rheinland-pfälzischen Identität geworden. Denn ein Vergessen ist keine Option. Nicht für die Menschen in Rheinland-Pfalz, die vielen ehrenamtlichen Helfer:innen. Und nicht für uns als Politiker:innen. Und schon gar nicht für all jene, die in der Flut alles verloren haben. Denn wenn wir uns erinnern sorgen wir auch gleichzeitig dafür, dass sich ein solch fatales Ereignis nicht wiederholt“.

Landtag befasst sich intensiv mit Flutkatastrophe

In unmittelbarer Konsequenz der Katastrophe hat sich der Landtag seitdem in all seinen Gremien mit der Flutkatastrophe befasst. Im Vordergrund stand dabei die Frage, wie den Menschen im Ahrtal schnell und bestmöglich geholfen werden kann. Zudem wurde ein Untersuchungsausschuss eingerichtet, welcher der Frage nach der politischen Verantwortung für die Katastrophe nachgeht und aufklären soll, warum so viele Menschen ihr Leben verloren. Auch eine Enquete-Kommission wurde gegründet, die gemeinsam mit Expert:innen erarbeitet, wie die Strukturen im Katastrophenschutz verändert werden müssen, damit sich eine solche Katastrophe niemals wiederholen kann und die Menschen künftig im Land besser gewarnt und geschützt werden können.