Israel in 70 Plakaten

Die wechselvolle und facettenreiche Geschichte des Staates Israel seit seiner Gründung zeigt bis Mitte Januar 2020 eine Informationsausstellung im Foyer des Mainzer Abgeordnetenhauses. Landtagspräsident Hendrik Hering lädt hierzu alle Interessierten herzlich ein und lobte die außergewöhnliche und erfrischende Art, die Geschichte Israels auf politischer, gesellschaftlicher und kultureller Ebene darzustellen.

Die Ausstellung israelischer Plakatkunst entstand zum 70. Geburtstag des Staates Israel 2018. Mit ausgewählten Arbeiten erzählen die Designerin Henrietta Singer und die Drehbuchautorin Sara Neuman eine Geschichte Israels im Medium des Grafikdesigns und der illustrativen Kunst. Jeder der in der Ausstellung gezeigten Entwürfe repräsentiert ein Jahr in der Geschichte des 1948 gegründeten Staates, erfuhren die zahlreichen Gäste bei der Ausstellungseröffnung. Der Bogen spannt sich dabei von Krieg und Frieden über Politik, Religion, Landwirtschaft und Bildung bis hin zu Gesundheit und Sport. Zur Ausstellung ist auch das Begleitbuch „70 Jahre Israel in 70 Plakaten“, herausgegeben vom Hermann Schmidt Verlag in Mainz, erschienen.

Vorurteile und Stereotypen abbauen

Für Landtagspräsident Hendrik Hering ist die Ausstellung schon deshalb so wichtig, da viele Menschen viel zu wenig über Israel wüssten und das Land meistens mit Kriegen, Konflikten und der Shoah verbinden würden. „Israel ist viel mehr“, betonte Hendrik Hering, der schon mehrfach vor Ort war. So sei Israel die einzige Demokratie im Nahen Osten, sei wirtschaftlich ein sehr erfolgreiches Land und ein kulturell-touristischer „Hotspot“. Erschreckend und beschämend sei für ihn der immer wieder deutlich zu Tage tretende Antisemitismus, der dazu führe, dass Jüdinnen und Juden in Deutschland wieder Angst hätten, sich zu ihrem Glauben zu bekennen. Nicht zuletzt deshalb sei die Ausstellung so wichtig, um Vorurteile und Stereotypen über das Land und seine Menschen abzubauen und das faszinierende Land auf diese Weise näher kennenzulernen.

Auch die Generalkonsulin des Staates Israel, Sandra Simovich, ließ es sich nicht nehmen, zur Ausstellungseröffnung eine Grußbotschaft zu übermitteln und für die Ausstellung zu werben. In ihr spiegele sich die ganze Vielfalt des Landes wider. Die beiden Kuratorinnen, Sara Neumann und Henrietta Singer, wiesen auf die Möglichkeit hin, dass die Ausstellung auch mittels einer eigens entwickelten App erkundet werden könne (https://smartify.org).

Die Ausstellung ist noch bis zum 16. Januar 2020 täglich – außer an Wochenenden und Feiertagen – von 8 Uhr bis 17 Uhr im Foyer des Abgeordnetenhauses in der Kaiser-Friedrich-Straße 3 in Mainz zu sehen.