Großes Interesse an Erinnerungsarbeit

Hoher Besuch aus Österreich: Im Juli hat eine kleine Delegation um den Präsidenten des Österreichischen Nationalrats, Wolfgang Sobotka, den rheinland-pfälzischen Landtag besucht. Neben der aktuellen Corona-Situation und der Arbeitsweise der jeweiligen Parlamente, tauschte sich Landtagspräsident Hendrik Hering insbesondere auch über die Erinnerungsarbeit von Parlamenten aus.

Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie berichtete Wolfgang Sobotka, dass die österreichische Strategie auf die Eigenverantwortung der Bevölkerung ausgerichtet sei. Die Infektionszahlen sähen derzeit ganz gut aus, wenn auch ein langsamer Anstieg zu verzeichnen sei. Auch der Tourismus in Österreich habe diesbezüglich stark gelitten. Seit Mai sei jedoch alles wieder ausgebucht. Wie auch in anderen Branchen, sei auch im Tourismus ein Fachkräftemangel erkennbar.  

Des Weiteren plane das österreichische Parlament eine Demokratiewerkstatt. Es sollen mit Jugendlichen Workshops parallel zu den Plenarsitzungen stattfinden, bei denen sie zu Gast sind. 

Auf besonderes Interesse stießen bei den österreichischen Gästen die Aktivitäten des rheinland-pfälzischen Landtags bei der Erinnerungsarbeit. Landtagspräsident Hendrik Hering hatte hierzu eine bundesweite Arbeitsgruppe aller Länderparlamente und des Bundes angestoßen. Er vereinbarte zu der Thematik einen engen und stetigen Austausch auch mit dem österreichischen Parlament. Wolfgang Sobotka berichtete, dass Antisemitismus im österreichischen Parlament ein großes Thema sei. Alle zwei Jahre erscheine eine Studie über die Situation im Land. Auch dies sei ein wichtiges Thema in den Workshops mit jungen Menschen.