Grippeschutzimpfung hat nach Coronaimpfung in diesem Jahr Priorität

Auch dieses Jahr gab es im rheinland-pfälzischen Landtag den Piks zur Grippeschutzimpfung. Am Rande des November-Plenums warben Landtagspräsident Hendrik Hering, Gesundheitsminister Clemens Hoch und der Präsident der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz Dr. Günther Matheis um mehr Vertrauen in die Impfstoffe.

„Impfungen sind und bleiben gelebte Solidarität. Wer sich impfen lässt, schützt nicht nur sich selbst, sondern auch diejenigen, die aus Gesundheits- oder Altersgründen nicht geimpft werden können“, so der Landtagspräsident. Die Grippeschutzimpfung habe nach der Coronaimpfung vor allem dieses Jahr  Priorität. 

Im vergangenen Winter sei die Grippesaison laut RKI weltweit weitgehend ausgefallen. Es habe nur wenige Ansteckungen mit dem Influenzavirus gegeben. Mit den Lockerungen der Corona-Maßnahmen kehre aber auch die Grippe zurück, welche eine ernstzunehmende Erkrankung sei. 

Mit Blick auf die enorm steigenden Inzidenzen betonte der Präsident des rheinland-pfälzischen Landtags, dass die aktuelle Lage nicht zu unterschätzen sei. Die Zahlen seien so hoch wie nie zuvor, deshalb müsse jetzt rechtzeitig gehandelt werden.

Eine Grippewelle unter Corona-Bedingungen kann besonders gefährlich und belastend für die Menschen wie auch für das Gesundheitssystem sein. Aus diesem Grund empfehlen Hausärzte und das RKI, sich neben Corona auch gegen die Grippe impfen zu lassen. 

Hintergrundinfo:

Die STIKO kommt zu dem Schluss, dass zum Schutz der Menschen und zur Entlastung des Gesundheitssystems der größte Effekt mit den verfügbaren Grippeimpfstoffen erzielt werden kann, wenn die Impfquoten vor allem bei Risikogruppen möglichst hoch sind. (Quelle: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Impfen/Influenza/FAQ02.html).

Menschen ab dem 60. Lebensjahr wird geraten, die Impfung gegen Grippe vornehmen zu lassen, informierte das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium. Auch Personen, die aufgrund ihres Berufes (insbesondere medizinisches und pflegerisches Personal) mit vielen Menschen in Kontakt kommen, sind besonders gefährdet und sollten sich daher alljährlich impfen lassen. Des Weiteren empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) die Grippeschutzimpfung auch für Schwangere und Personen mit einem chronischen Grundleiden, da diese insbesondere ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe haben. Grundsätzlich sollte jeder seinen allgemeinen Impfstatus regelmäßig überprüfen lassen.