Gesundheitsversorgung zwischen Nachbarländern verbessert

Vor 35 Jahren, am 17. Februar 1986, trat der Interregionale Parlamentarierrat (IPR) zum ersten Mal zusammen. Am 5. Februar 2021 feierte das grenzüberschreitende parlamentarische Gremium, in dem auch Rheinland-Pfalz von der ersten Stunde an vertreten war, digital sein 35-jähriges Bestehen im Rahmen seiner 65. Plenarsitzung. Damit brachte das Gremium zum Ausdruck, dass die grenzüberschreitende parlamentarische Arbeit auch in der derzeitigen Pandemiesituation fortgesetzt wird.

Der inhaltliche Schwerpunkt lag auf der Bewältigung der Corona-Pandemie und Strategien der Großregion für zukünftige vergleichbare Situationen. Landtagspräsident Hendrik Hering betonte in seiner Rede, dass der IPR mit der Verabschiedung einer Resolution zum Thema Corona im vergangenen Juni das richtige Signal gesetzt habe. Die Zusammenarbeit im Bereich der Gesundheitsversorgung habe sich zwischen den Teilregionen seitdem enorm verbessert und sei mittlerweile deutlich effizienter als zu Beginn der Krise. Dadurch, so der Landtagspräsident, konnten Leben gerettet werden. Bei dieser Gelegenheit ging er auch auf die aktuellen Diskussionen um die Beschaffung von Impfstoffen gegen das Virus ein und hob hervor, dass eine gemeinsame Impfstoffbeschaffung durch die Europäische Union die richtige Entscheidung gewesen sein. Dadurch sei es möglich, die grenzüberschreitende Krise in allen Mitgliedsländern mit abgestimmten Maßnahmen zu bewältigen.

Resolution: Gemeinsame Gesundheitsregion schaffen

Vor diesem Hintergrund unterstützte die rheinland-pfälzische Delegation beim IPR auch die Verabschiedung einer neuen Resolution zum Thema Corona-Pandemie, in der es insbesondere darum geht, die Krise als Chance zu nutzen und die verbesserte Kooperation im Gesundheitsbereich weiter auszubauen. „Es wäre ein wertvolles Ergebnis der Zusammenarbeit, dass wir aus der Krise gelernt haben und mit vereinten Kräften daran arbeiten, eine gemeinsame Gesundheitsregion zu schaffen“. Dies sei Ziel der Resolution.

Hintergrund „IPR“:

Der Interregionale Parlamentarierrat wurde am 16. Februar 1986 gegründet. Ihm gehören Gewählte der Regionalräte der Mitgliedsregionen Rheinland-Pfalz, Saarland, Grand Est, Luxemburg und Wallonien an. Seine Aufgabe ist es, die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rolle der Großregion Saarland-Lothringen-Luxemburg-Rheinland Pfalz-Wallonien durch eine enge grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu fördern und zur Entwicklung von Perspektiven der Zusammenarbeit beizutragen.