Drohnen für den Weinbau

Mit dem Einsatz von Drohnen im Steillagenweinbau befasste sich der rheinland-pfälzische Landtag im November. Die unbemannten Fluggeräte sollen künftig Pflanzenschutzmittel in unwegsamem Gelände ausbringen dürfen. Der Antrag der Ampelfraktionen SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen wurde mit deren sowie den Stimmen der AfD-Fraktion angenommen. Ein Alternativantrag der CDU-Fraktion fand keine Mehrheit.

Der Antrag fordert die Landesregierung auf, sich im Bund für den Abbau rechtlicher Hürden beim Praxiseinsatz der Drohnen einzusetzen. Das Luftfahrtrecht sowie Richtlinien der Pflanzenschutz-Geräteverordnung sollen angepasst werden. Zudem solle sich das Land für an den Klimawandel angepasste Bewirtschaftungssysteme, wie pilzresistente Rebsorten, einsetzen. Ziel ist der Erhalt des Steillagenweinbaus in Rheinland-Pfalz.

Weinbauminister Volker Wissing erläuterte, Pflanzenschutzmittel würden in Steillagen häufig mit Hubschraubern ausgebracht. Mit Blick auf die Sicherheit für Mensch und Umwelt solle sich dies ändern. Raupenfahrzeuge könnten diese teilweise ersetzen. Dies sei jedoch nicht überall möglich. Diese Lücke könnten Drohnen künftig schließen.

Schlüsseltechnologie: Drohne

Der SPD-Abgeordnete Wolfgang Schwarz berichtete, die Steillagenbewirtschaftung sei wegen des Arbeitsaufwandes kaum wirtschaftlich zu betreiben. Arbeitsgeräte wie Raupen, Seilwindentraktoren und Vollernter könnten entlasten. Das Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln bleibe aber ein Problem. Marco Weber, parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Fraktion, ergänzte: Drohnen seien eine Schlüsseltechnologie für mehr Lärm- und Umweltschutz. Auch Timo Böhme von der AfD betonte die enorme Bedeutung des Drohneneinsatzes für Tourismus, Arbeitssicherheit, Naturschutz und Wettbewerbsfähigkeit. Jutta Blatzheim-Roegler, Bündnis 90/Die Grünen, berichtete über Fördermaßnahmen zum Erhalt der Trockenmauern im Weinbau. Förderprogramme übernähmen dabei bis zu 70 Prozent der Sanierungskosten. Arnold Schmitt von der CDU-Fraktion sagte, seine Fraktion fordere einen finanziellen Ausgleich für Winzer, die mit dem Erhalt der Steillagen einen Beitrag für Kulturlandschaft und Gesellschaft leisteten