Corona-Situation in Nachbarländern etwas entspannter

Die Corona-Situation in den an Rheinland-Pfalz angrenzenden europäischen Nachbarregionen hat sich in den vergangenen Tagen und Wochen etwas entspannt. Darüber berichtete Staatssekretärin Heike Raab die Abgeordneten des Ausschusses für Europafragen und Eine Welt in der vergangenen Woche. Die vormals hohen Infektionszahlen seien auch nicht nach Rheinland-Pfalz übergeschwappt.

Insbesondere in der französischen Region Grand-Est habe sich die Lage etwas entspannt, erklärte Heike Raab. Luxemburg habe jedoch europaweit weiterhin die höchsten infektionszahlen. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert (Zahl der Neuinfektionen in vergangenen 7 Tagen je 100.000 Einwohner) liege dort bei 586,9. Man habe dort die Lage in den Krankenhäusern aber derzeit gut im Griff. Mit der Region Grand-Est tausche man sich zusammen mit Bund und den anderen benachbarten Bundesländern inzwischen wöchentlich aus und man habe eine institutionalisierte Vernetzung geschaffen.

In Belgien sei es ebenfalls gelungen, die Infektionszahlen massiv zu drücken, sagte Heike Raab. Lagen die Zahlen vor Wochen noch im vierstelligen Bereich, so sei Belgien in der europäischen Listung jetzt weit nach unten gerutscht. Gegenwärtig liege die Sieben-Tage-Inzidenz bei 101,8. Rund 2.150 Menschen befänden sich in Belgien aufgrund von Corona-Infektionen im Krankenhaus. Der Lockdown habe Wirkung gezeigt, so dass die Maßnahmen dort ab Anfang Dezember etwas gelockert worden seien. Unter Auflagen seien Geschäfte, Museen und Schwimmbäder wieder geöffnet worden. In Frankreich liege die Sieben-Tage-Inzidenz bei 116,1.

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen müssten auch keine Patienten mehr aus den Nachbarländern in rheinland-pfälzischen Krankenhäusern aufgenommen werden. Aktuelle Themen im Austausch mit den Nachbarländern seien eine verbesserte Kontaktnachverfolgung insbesondere auch durch grenzüberschreitende Optimierungen der Corona-Warn-App und die Einrichtung von Impfzentren. Hier habe Rheinland-Pfalz seine logistische Unterstützung angeboten.Auf Anregung des CDU-Abgeordneten Thomas Barth wird die Landesregierung nun regelmäßig über die Corona-Situation in den europäischen Nachbarregionen berichten.