„Beethovens Werkstatt“

Einen spannenden Einblick in die Komponistenwerkstatt Beethovens gab der rheinland-pfälzische Landtag im Rahmen seiner Reihe „Musik im Landtag“. Zum ersten Mal begrüßte der neue Landtagspräsident Hendrik Hering zahlreiche Musikinteressierte im Interimsplenarsaal in der Steinhalle des Landemuseums.

Hendrik Hering betonte, dass es bei so vielen Neuerungen auch schön und wichtig sei, auf Bewährtes zu bauen. Immerhin habe sich die Konzertreihe „Musik im Landtag“ seit 23 Jahren bewährt.
Die außerordentlich reiche Überlieferung an handschriftlichen Werkstattdokumenten macht Beethovens Werk zum idealen Untersuchungsobjekt, dem sich das in Bonn und Detmold ansässige Forschungsprojekt „Beethovens Werkstatt stellt. Seit 2014 wird dieses Projekt auch von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz, gefördert.

In diesem Vorhaben zur Grundlagenforschung werden zwei Ansätze miteinander verknüpft; Die durch Schrift- und Textanalysen gewonnenen Einsichten über kompositorische Schreibprozesse werden in codierter Form zugänglich und überprüfbar gemacht und zugleich für weitere Analysen zur Verfügung gestellt.

Das Konzert begann mit einer Einführung in das Projekt durch Professor Dr. Bernhard Appel und seiner Mitarbeiterin Maja Hartwig. Im zweiten Teil des Konzerts übernahm diese Aufgabe Professor Dr. Joachim Veit und seine Mitarbeiterin Dr. Elisa Novara. Die musikalischen Hauptprotagonisten des Abends waren Konstantin Ingenpaß und Thomas Wypior, die beeindruckend durch aus den wissenschaftlichen Forschungen entstandenen Fassungen der Werke Beethovens vortrugen. Zur Aufführung kamen die Kompositionen „Neue Liebe, neues Leben“ und der Liederzyklus „An die ferne Geliebte“.

Zu Beginn der Veranstaltung konnte Hering auch den Generalsekretär der Akademie, Professor Dr. Claudius Geisler und den Präsidenten des Landesmusikrates Rheinland-Pfalz, Peter Stieber, begrüßen.