60 Jahre Partnerschaft mit Burgund-Franche-Comté

Landtagspräsident Hendrik Hering, Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Vizepräsidentin Astrid Schmitt und einige Landtagsabgeordnete haben am vergangenen Wochenende die rheinland-pfälzische Partnerregion Burgund-Franche-Comté besucht. Anlass für die Reise war das 60-jährige Bestehen zwischen den beiden Regionen sowie das 30-jährige Bestehen des Hauses Rheinland-Pfalz in Dijon im vergangenen Jahr.

„Die Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrags zwischen Rheinland-Pfalz und Burgund-Franche-Comté markiert den Beginn einer intensiven deutsch-französischen Freundschaft und unseres gemeinsamen Weges von Versöhnung und Miteinander. Aus dem Partnerschaftsvertrag von 1962 wurde ein starkes Netzwerk sowie ein Bollwerk gegen Fremdenfeindlichkeit und blinden Nationalismus“, sagte Landtagspräsident Hendrik Hering. 

Auf dem vollen Programm stand unter anderem ein Austausch mit der französischen Präsidentin des Regionalrats, Marie-Guite Dufay und des Vizepräsidenten Patrick Molinoz.  Ein zentrales Thema war dabei auch der Krieg in der Ukraine. Man wolle die Partnerregionen innerhalb des „4er-Netzwerks“ Oppeln in Polen sowie das tschechische Mittelböhmen weiter unterstützen, da diese viele ukrainische Kriegsflüchtlinge aufgenommen hätten. Auch gebe es Überlegungen, eine Partnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und einer ukrainischen Region aufzunehmen.  

Älteste Regionalpartnerschaft in Europa 

Außerdem solle der Jugendaustausch zwischen den vier Partnerregionen intensiviert werden, um unter anderem das Demokratiebewusstsein junger Leute zu fördern. „Die großen Herausforderungen unserer Zeit, Ukraine-Krieg und Klimawandel zeigen, wie wichtig die europäische Einheit und Partnerschaften zwischen Städten und Regionen sind, denn sie sind die Antwort auf diese Herausforderungen“, sagte Hendrik Hering. Die 60-jährige Partnerschaft mit Burgund-Franche-Comté sei ein Jahr älter als der Deutsch-Französische Vertrag und somit die älteste Partnerschaft zweier Regionen in Europa. 

Landtagspräsident Hendrik Hering, Regionalpräsidentin Marie-Guite Dufay und Ministerpräsidentin Malu Dreyer weihten auch eine Fotoausstellung mit Bildern ein, die den Städtepartnerschaften gewidmet ist. Des Weiteren besuchte die Delegation die berühmten Markthallen in Dijon und tauschte sich mit Dijons Bürgermeister, François Rebsamen, aus.  Auf dem Programm stand schließlich auch ein Besuch der neu eröffneten „Cité Internationale de la Gastronomie et du Vin“. Die internationale Stadt der Gastronomie und des Weins ist ein kulturelles Projekt rund um die französische Küche, die zum immateriellen Weltkulturerbe der UNESCO zählt. An diesem Ort ist ein Kultur-, Ausstellungs- und Begegnungszentrum entstanden. 

Über 30 Jahre Haus Rheinland-Pfalz in Dijon

Ein ganz besonderer Ort für die Partnerschaft ist das Haus Rheinland-Pfalz in Dijon als „ständige Vertretung“ von Rheinland-Pfalz in Burgund-Franche-Comté. Geleitet wird das Haus seit Juni 2020 von Honorarkonsul Bernhard Schaupp. Landtagspräsident Hering lobte den Ort als „ein Haus voller Seele, Kultur und Esprit – und damit ein Herzstück der Partnerschaft zwischen dem Land Rheinland-Pfalz und der Region Burgund-Franche-Comté“. Dieses arbeitet als deutsch-französisches Zentrum in Burgund-Franche-Comté und ist in Dijon eine bedeutende kulturelle Institution. Das Haus setzt sich dafür ein, die Zusammenarbeit von Deutschland und Frankreich zu vertiefen und bietet ein breit gefächertes Angebot aus Kultur, Sprachbildung, Mobilitätsprogrammen und interregionaler Vermittlung in Aus- und Weiterbildung an. Landtagspräsident Hendrik Hering eröffnete zum Abschluss der Reise die Rheinland-Pfalz-Tage in Dijon durch den traditionellen Fassbieranstich.