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Der Tiger, der für gute Laune sorgt

Rappender Praktikant erlebt Politik und Politiker hinter den Kulissen

Praktikant Maximilian Rustmeier interviewt die Abgeordnete Kathrin Anklam-Trapp. Foto: Landtag Rheinland-Pfalz
Praktikant Maximilian Rustmeier interviewt die Abgeordnete Kathrin Anklam-Trapp. Foto: Landtag Rheinland-Pfalz
14.02.2018 - „Tiger Max“. So nennt sich Maximilian Rustmeier, ein junger Mann mit Down-Syndrom, wenn er seine Musik-Raps produziert. In seinen Texten verarbeitet er seine gute Laune und will damit andere Menschen anstecken. Wie gut ihm dies gelungen ist, durften in den vergangenen vier Wochen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landtagsverwaltung erfahren, wo Rustmeier ein Praktikum in verschiedenen Abteilungen durchlief. Rustmeier absolviert derzeit eine Berufsausbildungsmaßnahme, um sich für den Arbeitsmarkt zu qualifizieren.

Während seiner Zeit beim Landtag erlebte er auch eine Plenarsitzung live mit und konnte hinter die Kulissen des Politikbetriebs blicken. Ein Höhepunkt für ihn war dabei, Politiker einmal hautnah erleben zu dürfen. Und mit zweien konnte er sogar ein kleines Interview führen, das er über seine Handykamera aufzeichnete. Tatkräftig half er dann auch in der Cafeteria des Landtags mit. „Das will ich nochmal erleben“, war sein Fazit nach einem langen Tag, auch wenn „die vielen Informationen und Reden“ anstrengend waren, wie Rustmeier gestand. „Gut gesprochen“ hätten die Politiker aber, schmunzelte er.

Für alle gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt schaffen

Aber auch in der Landtagsverwaltung selbst arbeitete Maximilian Rustmeier tatkräftig mit. In guter Erinnerung werde ihm vor allem die Arbeit in der Druckerei und in der Poststelle bleiben. So durfte er laminieren, mit der monströsen Schneidemaschine arbeiten oder war mit den Hausmeistern unterwegs. Und schließlich begleitete er noch eine Besuchergruppe, die eine Führung durch den Plenarsaal erhielt.

Und gefragt nach seinem größten Wunsch an die Politik, antwortet er:
„Politiker sollten noch stärker Kinder und Jugendliche unterstützen und Vorbild für sie sein“. Dabei sollte Politik alle junge Menschen im Blick haben, egal ob mit Beeinträchtigungen oder ohne, vor allem auch solche, die aus benachteiligten Elternhäusern kämen. Vor allem sollte sich die Politik darum kümmern, dass sie alle gute Chancen auf einen Ausbildungs- und Arbeitsplatz haben.

 
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