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Demokratie und erfolgreiche Wirtschaft gehören zusammen

Parlamentarischer Frühjahrsempfang des Unternehmerverbands Handwerk Rheinland-Pfalz e.V.

Parlamentarischer Frühjahrsempfang des Unternehmerverbands Handwerk Rheinland-Pfalz e.V. Foto: UVH
Parlamentarischer Frühjahrsempfang des Unternehmerverbands Handwerk Rheinland-Pfalz e.V. Foto: UVH
15.05.2018 - Im Rahmen eines Parlamentarischen Frühlingsempfangs hat sich jüngst der Unternehmerverband Handwerk Rheinland-Pfalz e.V. (UVH) mit Vertretern der Landespolitik in der Lobby der Steinhalle des Landesmuseum in Mainz ausgetauscht.

Landtagspräsident Hendrik Hering bezeichnete in seinem Grußwort das Handwerk und den Mittelstand dabei nicht nur als das vielbeschworene „Rückgrat der deutschen Wirtschaft“, sondern auch als „Stabilitätsanker“. „Eine freie, demokratische Gesellschaft und eine vielfältige mittelständisch geprägte Wirtschaft gehören zusammen“, betonte Hendrik Hering.

Am Beispiel der Volksrepublik China veranschaulichte er die Ausprägungen und Folgen, wenn Demokratie und Marktwirtschaft nicht ineinander greifen. Ein liberaler demokratischer Rechtsstaat schaffe den Raum, im dem ein innovativer Mittelstand gedeihen könne. Zugleich seien kleine und mittlere Unternehmen für die Stabilität der deutschen Wirtschaft wichtig. Sie könnten schneller und flexibler auf Marktveränderungen reagieren, seien in ihren Heimatregionen verankert und wüssten um ihre soziale Verantwortung. Auch die Handwerkskammern trügen dazu bei, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu gewährleisten. Insgesamt sei die rheinland-pfälzische Wirtschaft reich an Institutionen und Verbänden, die ihre Interessen artikulierten. Diese Vielfalt sei eine große Chance, da sie ermögliche, verschiedene Sichtweisen und Aspekte mit dem Ziel einer weiterhin erfolgreichen Zukunft zu diskutieren.  

Meisterschüler von Lehrgangsgebühren entlasten

Der Vorsitzende des UVH Stefan Zock nahm die Politik der unterschiedlichen Ebenen in den Blick, angefangen von der neuen Datenschutzgrundverordnung der Europäischen Union, der Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung bis hin zum Meisterbonus in Rheinland-Pfalz. Diesen begrüße das Handwerk. Doch sehe es die „Begrenzung auf diejenigen, die ihre Prüfungen auch vor einer rheinland-pfälzischen Kammer ablegen, sehr kritisch“, so Zock. Er fordert deshalb eine bundeseinheitliche Lösung. Die Entlastung aller Meisterschüler von Lehrgangsgebühren sei dringend geboten, „um dem sich aktuell entwickelnden förderungspolitischen ‚Flickenteppich‘ mit seinen wettbewerbsverzerrenden Auswirkungen entgegenzuwirken“. Darüber hinaus wäre dies ein Schritt in Richtung einer Gleichbehandlung von beruflicher und akademischer Bildung, die sich auch in der Novellierung des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes zeige.

Digitalisierungsberater für Unternehmen

Die rheinland-pfälzische Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt ging in ihrer Rede auf die Bedeutung des Handwerks ein. Die Wirtschaft in Rheinland-Pfalz sei weiter auf Erfolgskurs, die Konjunktur laufe auf Hochtouren, die Investitionsleistungen und die Auslastungsquote seien auf einem hohen Niveau. Eine Herausforderung sei der Nachwuchs- und Fachkräftemangel. Das Ministerium habe es sich zur Aufgabe gemacht, das Handwerk als mögliche und gute Ausbildungsmöglichkeit zu bewerben. So fördert es zum Beispiel Feriencamps für Schüler, in denen die meisten Plätze durch das Handwerk angeboten werden, Coaches für berufliche Bildung oder den Meisterbonus. Schmitt bekannte sich deutlich zur dualen Berufsausbildung.

Durch die Digitalisierung könnten neue Marktpotenziale entstehen, erklärte die Staatssekretärin weiter. Betriebe müssten hier ihre Position am Markt hinterfragen, denn die digitale Revolution führe zu einem Wandel der Geschäfts- und Produktionsprozesse für Betriebe. Hierfür könnten Betriebe Digitalisierungsberater der Handwerkskammern in Anspruch nehmen.

 
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