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"Botschafter des Landtags"

Landtagspräsident begrüßt neue Honorarkräfte im Besucherdienst

"Botschafter des Landtags": Neue Honorarkräfte im Besucherdienst. Foto: Landtag Rheinland-Pfalz
"Botschafter des Landtags": Neue Honorarkräfte im Besucherdienst. Foto: Landtag Rheinland-Pfalz
20.04.2018 - Rund 30.000 Menschen besuchen jährlich im Rahmen unterschiedlichster Programme und Veranstaltungen den rheinland-pfälzischen Landtag. Darunter sind rund 7.000 Schülerinnen und Schüler. Um all jene kompetent und umfassend betreuen zu können, unterstützen Honorarkräfte den Landtag bei seiner politischen Bildungsarbeit.

Landtagspräsident Hendrik Hering und die Direktorin beim Landtag, Ursula Molka, ließen es sich nicht nehmen, die neuen Kräfte persönlich zu begrüßen und sich mit ihnen über ihre wichtige Arbeit auszutauschen. Seit vergangenen November sind 15 neue Honorarkräfte für den Landtag im Dienst.

„Wir haben die Aufgabe, für Demokratie zu werben und die Menschen zu begeistern“, betonte Hendrik Hering. Die neuen Honorarkräfte kümmern sich insbesondere um Schülergruppen. Hier leiten sie Rollenspiele, begleiten Plenar- oder Ausschussbesuche und moderieren Gespräche mit Abgeordneten. Darüber hinaus unterstützen sie den allgemeinen Besucherdienst des Landtags. Im Gespräch mit dem Landtagspräsidenten berichteten sie von ihren ersten Arbeitseinsätzen. Die meisten von ihnen studieren Politik oder Lehramt an der Uni Mainz.

Direkter Austausch zwischen Bevölkerung und Politik

Im Landtag verdienen sich die Studierenden nicht nur ein finanzielles Zubrot, sondern erleben den Alltag des Politikgeschäfts hautnah. Und sie haben die Möglichkeit, ein Netzwerk aufzubauen und interessante Persönlichkeiten kennen zu lernen. Einige konnten die Arbeit als Honorarkraft als Sprungbrett ins „echte“ Berufsleben nutzen. Für den Landtagspräsidenten hat die Arbeit der Studentinnen und Studenten einen hohen Stellenwert. „Sie sind ganz nah dran an den jungen Menschen“. Und für das Parlament sei es wichtig, in der Gesellschaft für Akzeptanz und Verständnis der landespolitischen Arbeit zu sorgen. „Sie sind unsere Botschafter“, sagte Hering zu den Studierenden. Gerade in Zeiten, in denen Demokratie und Europa von verschiedenen Seiten bedroht würden, müsse man die Menschen mitnehmen. Dies gelinge besonders gut im Rahmen von Besuchsprogrammen, die einen direkten Austausch zwischen Bevölkerung und Politik ermöglichten. „So erfahren die Bürger, dass Demokratie ein schwieriger Prozess ist. Und es nicht immer leicht ist, die richtigen Entscheidungen zu treffen“. Umgekehrt erfahren die Politiker, wo den Menschen gerade der Schuh drückt. Gerade deshalb sei der Landtag dankbar für die vermittelnde Tätigkeit der Honorarkräfte.

Landtagsbesuche kommen gut bei Schülern an

Die Honorarkräfte berichteten vom positiven Feedback der Schülerinnen und Schüler. Vor allem die Abgeordnetengespräche stünden hoch im Kurs. „Ich bin überrascht, wie mutig und kritisch die Schüler Fragen an die Abgeordneten stellen“, sagte eine der neuen Honorarkräfte. Der Landtag bereitet die Studierenden intensiv auf die Vermittlungsarbeit und ihre neuen Aufgabe vor. Bei ihren ersten Einsätzen werden die neuen von erfahrenen Honorarkräften begleitet. Die konstruktiven Tipps der „alten Hasen“ seien besonders wertvoll, sagte eine Studentin. Zweimal jährlich gibt es eine Teambesprechung mit allen Beteiligten. Hier ziehen sie Bilanz und geben Verbesserungstipps.

 
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