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Bundeswehr sichert Demokratie

Landtagspräsident hält Gelöbnisrede vor Rekruten in Bitburg und Germersheim

16.03.2018 - In Bitburg und in Germersheim haben in dieser Woche Nachwuchssoldatinnen und -soldaten ihr Gelöbnis abgelegt. Landtagspräsident Hendrik Hering hielt aus diesem Anlass an beiden Standorten die Gelöbnisrede. Der Nachwuchs der Informationstechnikbataillone 281 Gerolstein und 282 Kastellaun und des Luftwaffenausbildungsbataillons gelobten, „der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen“.
„In einer demokratischen Gesellschaft zu leben, in der Menschen gleich welcher Herkunft gleich an Würde und Rechten sind, ist nicht selbstverständlich“, betonte der Landtagspräsident. Es sei noch nicht einmal 30 Jahre her, dass in Berlin die Mauer gefallen sei und die deutsche Einheit in Freiheit möglich wurde. Die Erinnerung an die friedliche Revolution in der DDR zeige, dass Freiheit und Demokratie erkämpft werden müssen. Doch auch danach müsse diese täglich verteidigt werden.

Bundeswehr schafft sichere und stabilere Weltordnung

Hering unterstrich die Bedeutung der Bundeswehr für eine demokratische und liberale Gesellschaftsordnung. „Mit Ihrem Dienst erklären Sie sich bereit, die Demokratie in Deutschland vor Angriffen von außen zu schützen“. Europa stehe in Zeiten des internationalen Terrorismus vor schwierigen Herausforderungen. Die Bundeswehr könne gemeinsam mit Verbündeten dazu beitragen, eine sicherere und stabilere Weltordnung zu schaffen.


Bundeswehr ist Parlamentsarmee

„Die Bundeswehr ist eine Parlamentsarmee“, machte Hering deutlich. Denn der vom Volk gewählte Bundestag treffe die Entscheidungen über den Einsatz des Militärs. Gerade bei Auslandseinsätzen falle diese Entscheidung den Abgeordneten oft sehr schwer. Zur politischen Auseinandersetzung in einer Demokratie gehöre es, unterschiedliche Meinungen zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr haben zu dürfen. Für Hering steht jedoch außer Frage, dass „wir allen Soldatinnen und Soldaten, die bereit sind, in anderen Ländern Verantwortung zu übernehmen, besonderen Dank schulden“. Darüber hinaus müsse es selbstverständlich sein, ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen, um die Soldatinnen und Soldaten angemessen auszustatten und für deren bestmögliche Sicherheit zu sorgen.


Bundeswehr vereint Menschen

Hendrik Hering thematisierte auch das demokratische Geschichtsbewusstsein der Bundeswehr. Er erinnerte an die militärischen Widerstandskämpfer vom 20. Juli 1944 um Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Die deutsche Gesellschaft und auch die Bundeswehr hätten aus ihrer Geschichte gelernt. „Sie ist eine Armee für eine demokratische Gesellschaft in einer demokratischen Gesellschaft“, sagte Hendrik Hering. Die Bundeswehr diene nicht nur der Verteidigung von Demokratie, Frieden und Freiheit, sondern die Bundeswehr sei auch einer jener wenigen Orte, an denen junge Menschen aus allen Regionen Deutschlands und mit unterschiedlichem Bildungsniveau und allen sozialen Schichten zusammenkommen.  

Hering verband sein Grußwort auch mit einem persönlichen Anliegen. „Ich wünsche mir, dass Ihnen Rheinland-Pfalz für die Zeit Ihrer Stationierung zu einer zweiten Heimat wird“.

 
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