Direkt zum Inhalt

Kinder haben ihre eigenen Rechte

50 Jahre Kinderschutzbund in Rheinland-Pfalz

50 Jahre Deutscher Kindeschutzbund in Rheinland-Pfalz - Foto: Landesverband RLP des Deutschen Kinderschutzbundes
50 Jahre Deutscher Kindeschutzbund in Rheinland-Pfalz - Foto: Landesverband RLP des Deutschen Kinderschutzbundes
12.06.2018 - 50 Jahre Einsatz zum Wohl der Kinder – Der rheinland-pfälzische Landesverband des Deutschen Kinderschutzbundes hat vergangenen Freitag seinen 50. Geburtstag im Plenarsaal des Landtags gefeiert. Der Verband blickte zurück auf seine Erfolge im Engagement für die Kinder in Rheinland-Pfalz. Es ging aber auch um die Themen der Zukunft wie den Kampf gegen Armut und die Risiken der digitalen Revolution.

Kinder formen die Welt von morgen

Der Vizepräsident des Landtags, Hans-Josef Bracht, würdigte die Arbeit der Kinderschützerinnen und -schützer in Rheinland-Pfalz: „Die Welt von morgen – sie formt sich schon heute in den Köpfen unserer Kinder. Wie wir für die Kinder in unserer Gemeinschaft sorgen, das sagt viel aus über unsere Gesellschaft. Vor allem aber bestimmt es unsere Zukunft.“ Umso wichtiger sei es, dass der Kinderschutzbund Rheinland-Pfalz sich seit 50 Jahren für die Rechte und den Schutz der Kinder einsetzt. „Ich danke Ihnen allen, dass Sie Ihr Herz in die Zukunft unserer Kleinen stecken!“ Auch Kinder selbst hätten eine genaue Vorstellung von der Welt, in der sie leben wollen, erzählte Bracht. Das sei eine Welt, in der niemand unter Gewalt, Hunger, Krankheit und Armut leidet. „Damit eine solche Welt kein Wunschbild bleibt, müssen wir auch die Eltern mitnehmen.“ Der Kinderschutzbund Rheinland-Pfalz unterstütze das zum Beispiel mit seinen Elternkursen, in denen Eltern einen stress- und gewaltfreien Umgang mit ihren Kindern lernen.


Kinderrechte ins Grundgesetz

Der Landtagsvizepräsident betonte, dass Kinder keine kleinen Erwachsenen sind. Vielmehr seien sie Persönlichkeiten mit ganz eigenen Rechten. Daher habe der Landtag die Rechte der Kinder im Jahr 2000 in der Landesverfassung verankert. Im Grundgesetz seien die Kinderrechte noch nicht festgeschrieben. Dass sich das in naher Zukunft ändern könnte, sei auch ein Verdienst des Kinderschutzbundes. Auch der rheinland-pfälzische Landesvorsitzende des Kinderschutzbundes, Christian Zainhofer, erklärte, dass in den 23 Orts- und Kreisverbänden mehr als 1500 Ehrenamtliche und 160 Hauptamtliche für die Kinderrechte eintreten. „Wir werden uns auch in der Zukunft vehement dafür einsetzen, dass alle Kinder die gleichen Rechte haben und dies nicht vom Wohnort abhängt.“


Kinder brauchen Freiheiten in ihrer digitalen Umwelt

Professor Franz Josef Röll, Medienpädagoge und Gesellschaftswissenschaftler mit dem Schwerpunkt „neue Medien“, plädierte dafür, Kindern in ihrer digitalen Umgebung Freiheiten zu lassen. Nur so könnten sie ihre neuen Fähigkeiten erproben. Der Landtagsvizepräsident machte abschließend deutlich, dass Kinderschutz Aufgabe der gesamten Gesellschaft ist. Aber auch jeder Einzelne könne einen Beitrag leisten. „Wir müssen hinsehen, uns verantwortlich fühlen. Denn jeder kann auf seine Weise ein Kinderschutzbeauftragter sein.“

 
  zum Seitenanfang
Übersicht der TastaturkürzelAktuellesDokumente