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Plenum: „Vive l’Europe!“ – Aktuelle Debatte zur Zukunft der deutsch-französischen Freundschaft

Foto: Pixabay
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01.02.2019 - Im Januar-Plenum hat der Landtag auf Antrag der SPD-Fraktion eine Aktuelle Debatte über die „deutsch-französische Freundschaft mit Zukunft“ und den Aachener Vertrag geführt. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Alexander Schweitzer betonte, „wir können stolz sein auf die deutsch-französische Freundschaft“ als einen der wichtigsten Pfeiler der europäischen Zusammenarbeit. Der Aachener Vertrag sei eine neue Vertiefung der deutsch-französischen Partnerschaft. Gerade Rheinland-Pfalz als Grenzland brauche diese neuen Impulse. Besonders wichtig sei es, mehr Entscheidungsbefugnisse in die deutschen und französischen Regionen zu geben.

Diskussion um Französisch als erste Fremdsprache

Schweitzer plädierte dafür, Französisch als erste Fremdsprache in rheinland-pfälzischen Schulen zu stärken. Die „Sprache des Nachbarn“ sei der Schlüssel, um Kultur und Lebenswelt des Nachbarn zu verstehen. Damian Lohr von der AfD-Fraktion sprach sich dagegen aus, Französisch als erste Fremdsprache einzuführen. Schüler sollten die freie Wahl haben. Der CDU-Abgeordnete Ralf Seekatz betonte, Französisch und Englisch sollten an Schulen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Grundsätzlich findet Seekatz, der Aachener Vertrag bringt neue Dynamik. Besonders lobenswert sei die Kooperation in regionalen Fragen, die durch ein neues Gremium für grenzüberschreitende Zusammenarbeit unterstützt werde.

„Vive l’amitié franco-allemande, vive l‘Europe!“

Cornelia Willius-Senzer, Fraktionsvorsitzende der FDP, freut sich, „dass wir mittlerweile auf 56 Jahre gewachsene Freundschaft zurückblicken können“. Gute Beispiele der Partnerschaft seien die grenzüberschreitende Forschung zwischen den Unis Kaiserslautern und Lothringen oder das Erasmus-Programm, das ein Studium in Frankreich möglich mache. „Vive l’amitié franco-allemande, vive l‘Europe!“, schloss Willius-Senzer ihr Statement.

Andreas Hartenfels, Abgeordneter der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, findet es wichtig, dass es Motoren für den europäischen Gedanken gibt – gerade angesichts der anstehenden Europawahlen. Dazu könnten Deutschland und Frankreich gemeinsam sehr viel beisteuern.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer erklärte, der Aachener Vertrag ziele langfristig auf eine Integration zweier Länder. Es sei ein ureigenes Interesse als Rheinland-Pfälzer, einen Kontrapunkt zu setzen gegen die Irrwege von Abspaltung und nationalen Alleingängen. Aufgrund seiner geographischen Lage und seiner offenen Mentalität arbeite Rheinland-Pfalz intensiv an der deutsch-französischen Freundschaft.

 
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