Direkt zum Inhalt

Plenum: Weniger Organspender – Abgeordnete diskutieren leidenschaftlich für stärkeres Bewusstsein in der Gesellschaft

Orientierungsdebatte im Landtag zu Organspende und Organtransplantation

Landtagspräsident Hendrik Hering - Foto: Landtag Rheinland-Pfalz/Torsten Silz
Landtagspräsident Hendrik Hering - Foto: Landtag Rheinland-Pfalz/Torsten Silz
02.04.2019 - Warum erklären sich Menschen dazu bereit, Organspender zu werden und was steht dieser Entscheidung entgegen? Mit dieser weitreichenden und sehr persönlichen Frage beschäftigten sich auf Antrag der CDU-Fraktion die Abgeordneten im rheinland-pfälzischen Landtag Ende März im Rahmen einer Orientierungsdebatte. Der Tagesordnungspunkt lautete: „Handlungsbedarf zur Verbesserung der Situation bei Organspende und Organtransplantation: rechtliche Voraussetzungen, strukturelle Rahmenbedingungen, praktische Maßnahmen“. Eine Gesetzesinitiative, die gegenwärtig im Deutschen Bundestag diskutiert wird, sieht die so genannte Widerspruchslösung vor. Dies bedeutet, dass jeder (ab 16 Jahren) als Organspender gilt, der nicht zu Lebzeiten widersprochen hat. Bisher sind Organentnahmen nur bei ausdrücklich erklärter Zustimmung erlaubt (Entscheidungslösung). In Rheinland-Pfalz gab es im vergangenen Jahr weniger Spender als im Jahr zuvor.

Das Spektrum an Meinungen im Landtag war dabei sehr breit. In teilweise sehr persönlichen und berührenden Beiträgen schilderten 25 Abgeordnete und Regierungsmitglieder ohne Fraktionsvorgaben ihre Einschätzung für eine bestmögliche Lösung für Spender wie auch für Empfänger von Organen.

Hier finden Sie die einzelnen Redebeiträge: 

OPAL - Orientierungsdebatte zur Organspende
Wählen Sie bitte den Link "Redner" aus.

Stichwort „Orientierungsdebatte“:

In dieser Wahlperiode ist dies die zweite Orientierungsdebatte des Landtags. Im Februar 2017 tauschten sich die Abgeordneten zum Thema „Demokratie braucht Vertrauen – gegen Lüge und Hass im Netz“ aus. Premiere hatte eine solche Form der Diskussion in Rheinland-Pfalz im Zuge der Plenumsberatungen im Frühjahr/Sommer 2015. Damals ging es um das Thema „Sterbebegleitung“. In einer Orientierungsdebatte wird eine Thematik von allgemeinem und aktuellem Interesse in ihren Grundsätzen erörtert. Es gelten keine Fraktionsvorgaben und es werden keine Gesetzesvorlagen oder Anträge zur Sache eingebracht. Auch gibt es keine Kurzinterventionen und Zwischenfragen.

 
  zum Seitenanfang
Übersicht der TastaturkürzelAktuellesDokumente