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Wissenschaft ernst nehmen – junge Menschen für Politik begeistern

Parlamentarischer Abend der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz

Parlamentarischer Abend mit der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz - Foto: ADW Mainz, Astrid Garth
Parlamentarischer Abend mit der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz - Foto: ADW Mainz, Astrid Garth
29.03.2019 - Die Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz hat vergangenen Mittwoch ihren Parlamentarischen Abend im Mainzer Landesmuseum veranstaltet. Landtagspräsident Hendrik Hering freute sich, Vertreter der Wissenschaft und Abgeordnete des Landtags zu begrüßen. Die direkte Verbindung zwischen Akademie und Landtag zeige sich in gemeinsamen Veranstaltungen. Die Reihen „Literatur im Landtag“ und „Musik im Landtag“ träfen auf reges Publikumsinteresse, betonte Hendrik Hering. Diese Veranstaltungsformate wolle man gemeinsam weiterentwickeln, um die reichhaltige Arbeit der Akademie der Wissenschaften und der Literatur noch besser zu vermitteln.

Akademien tragen öffentliche Verantwortung

Wissenschaftsakademien seien die Orte, an denen langfristige und interdisziplinäre Forschung möglich sei, unterstrich der Landtagspräsident. Akademien hätten erkannt, dass sie nicht alleine einen kreativen Raum für Forscher bieten, sondern auch eine öffentliche Verantwortung tragen. „Akademien sind Berater der Politik“. Daher sei im Jahr 2009 die Akademieunion unter Leitung der Leopoldina Halle, Nationale Akademie der Wissenschaften, gegründet worden.


Junge Menschen für Wissenschaft und Politik begeistern

Junge Menschen für eine Wissenschaft begeistern, die sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst ist, sei das gemeinsame Ziel, so Hendrik Hering. Junge Menschen könne man nur für eine Politik gewinnen, die Expertise und Warnungen der Wissenschaftler ernst nimmt. Die Proteste für den Klimaschutz oder auch „March for Science“ zeigten den gesellschaftlichen Wert von Fakten und Ergebnissen der Forschung.


Plenarsaal als Bildungs- und Veranstaltungsort

Eine große Herausforderung für Wissenschaft und Politik bestehe darin, komplexe Sachverhalte in einer verständlichen Sprache darzustellen. In beiden Bereichen komme es darauf an, eine Sprache zu finden, in der sich die Komplexität der Welt abbilden lässt, die aber gleichzeitig verständlich und zugänglich ist. „Dazu muss es Räume für öffentliche Debatten wie den Plenarsaal geben“, erklärte der Landtagspräsident. Denn der sei nicht nur ein Sitzungsraum, sondern auch ein vielfältiger Bildungs- und Veranstaltungsort.


Landtag unterstützt Akademie als Rückzugsort der Wissenschaft

Die Mainzer Akademie zeichne sich auch dadurch aus, dass sie als einzige eine Klasse für Literatur besitzt. Damit mache die Akademie deutlich, dass sie für weltoffene Forschung steht. Die Akademie könne sich der Unterstützung durch die Mitglieder des Landtags gewiss sein, sicherte der Landtagspräsident zu. „Wir werden die Aufgabe der Akademie verteidigen, freier Rückzugsort in einem zunehmend betriebswirtschaftlich organisierten Wissenschaftsbetrieb zu sein.“

 
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