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Enquete-Kommission: Nationalpark als Motor für Regionalentwicklung

Kommission tagt im Nationalpark Hunsrück-Hochwald

Enquete-Kommission Tourismus im Nationalpark Hunsrück-Hochwald - Foto: Landtag Rheinland-Pfalz
Enquete-Kommission Tourismus im Nationalpark Hunsrück-Hochwald - Foto: Landtag Rheinland-Pfalz
29.10.2018 - Wie wirken sich Naturerlebnisse und Nachhaltigkeit im Tourismus auf die Entwicklung einer Region aus? Mit dieser Frage hat sich die Enquete-Kommission Tourismus in ihrer vergangenen auswärtigen Sitzung im Nationalpark Hunsrück-Hochwald beschäftigt. Vor Ort sammelte die Kommission neue Impulse zum Thema Regionalentwicklung.

Nationalpark bringt wirtschaftlichen Aufschwung für die Region

Harald Egidi, Leiter des Nationalparks Hunsrück-Hochwald, erklärte, wichtige Ziele des Nationalparks seien u. a. das Naturerleben und die Regionalentwicklung. Die Markenkerne seien Natur und Regionalität sowie Nachhaltigkeit und Fairtrade. Mit diesen Elementen treffe der Nationalpark den gegenwärtigen Trend zum naturorientierten Reisen. Egidi betonte, die Region habe sich seit der Entstehung des Nationalparks positiv entwickelt. So gebe es inzwischen zahlreiche Partnerbetriebe und private Investments, zum Beispiel in den Ausbau der Infrastruktur.

Auch Matthias Schneider, Landrat im Landkreis Birkenfeld und Vorsitzender der kommunalen Nationalparkversammlung und  des Naturparks Saar-Hunsrück, sieht durch den Nationalpark eine große Chance für die weitere Entwicklung der Region. Besonders mit Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen könne die Bevölkerung erreicht werden. Der rheinland-pfälzische Umweltstaatssekretär, Thomas Griese, bestätigte den Aufschwung der Region seit Bestehen des Nationalparks. Die Region Hunsrück habe deutlich an Popularität gewonnen. Der Nationalpark vernetze über Länder- und Organisationsgrenzen hinweg.

Trend geht in Richtung Natur, Heimat und Aktivität

Daniela Schmitt, Staatssekretärin im rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium, berichtete über die neue Tourismusstrategie 2025, die demnächst öffentlich vorgestellt werden soll. „Naturgenuss“ sei ein wichtiger Baustein dieser neuen Strategie. Damit greife man den gesellschaftlichen Zeitgeist auf, der auf Natur, Heimat und Aktivität im Freien setzt.

Klosterhotel Marienhöh: Regionale Produkte als Erfolgsrezept

Die Abgeordneten besuchten das Klosterhotel Marienhöh, einen der Partnerbetriebe des Nationalparks. Hotelleiterin Michelle Klären erzählte, das Hotel lege seinen Fokus auf Natur, Ruhe, Entschleunigung und Regionalität. Seit Ausrufung des Nationalparks seien Bewertungsdurchschnitt und Gästezahlen deutlich gestiegen. In der Produktauswahl setze das Hotel auf regionale Produkte. Das wünschten sich die Gäste ausdrücklich.

Die Enquete-Kommission thematisierte in einer Gesprächsrunde außerdem eine stärkere Vernetzung mit den angrenzenden Regionen wie der Mosel-Region. Es ging des Weiteren um die Frage, wie sich die Betriebe in der Kulisse des Nationalparks am besten vermarkten lassen. Einig war man sich, dass der Nationalpark gezielt genutzt werden soll, um die Region weiter zu entwickeln und zu vermarkten.

 
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