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Bildungsausschuss: Schulstreik für den Klimaschutz?

Debatte übers Schulschwänzen für Demos „Fridays for Future“

Foto: Pixabay
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21.02.2019 - Auch in Rheinland-Pfalz demonstrieren Schülerinnen und Schüler seit Mitte Januar freitags während der Schulzeit für mehr Klimaschutz. Sie schließen sich damit der Protestbewegung „Fridays for Future“ an, die von der schwedischen Schülerin Greta Thunberg gestartet worden war. Auf Antrag der AfD befasste sich der jüngste Bildungsausschuss mit der Thematik.

Bildungsstaatssekretär Hans Beckmann begrüßt es, wenn junge Menschen sich engagieren. Jedoch gelte die Schulpflicht. „Fridays for Future“ sei keine schulische Veranstaltung, sodass Schüler unentschuldigte Fehltage erhielten. Die Schulaufsicht habe die betroffenen Schulen auf die Rechtslage hingewiesen. Ungeachtet dessen ist Beckmann jedoch überzeugt, dass Lehrer Sympathie für Klimaschutz zeigen und zugleich eine kritische Art zu dem Vorgehen der Schüler formulieren könnten. Auch außerhalb des Unterrichts sei es möglich, Aktionen zu organisieren.

Schüler-Engagement wird mehrheitlich begrüßt

Bettina Brück von der SPD-Fraktion lobte, dass Schüler aktiv werden für Dinge, die ihnen wichtig sind. Sie findet, „das ist gelebte Demokratie“. Die Schüler nähmen ganz bewusst hin, dass sie dafür Unterricht verpassten. Die klimapolitische Debatte sollte jedoch auch im Unterricht eingebunden werden.

Daniel Köbler von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen findet es „großartig“, dass junge Leute sich politisch und demokratisch engagieren. Einen Schulstreik am Freitagnachmittag hält er für „ineffizient“. Helga Lerch von der FDP-Fraktion sagte, Lehrer müssten ihren Schülern die Schulpflicht erklären. Sie sieht eine Selbstverpflichtung bei den streikenden Schülern, den versäumten Unterricht nachzuholen. 

Anke Beilstein von der CDU-Fraktion begrüßte, dass die Schüler auf die Schulpflicht hingewiesen werden. Beilstein glaubt, wem das Thema wichtig sei, der werde auch nach der Schule streiken. Joachim Paul von der AfD-Fraktion betonte, dass man auch ein guter Demokrat sein könne, ohne die Schule zu schwänzen. „Regeln müssen auch gelten“, so Joachim Paul.

 
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