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Landtagspräsident Hering neuer Vorsitzender des vhs-Verbandes Rheinland-Pfalz

Neuer Vorsitzender des vhs-Verbands: Landtagspräsident Hendrik Hering, zusammen mit der stellv. Vorsitzenden Monika Nickels. Foto: Verband der Volkshochschulen von Rheinland-Pfalz e.V.
Neuer Vorsitzender des vhs-Verbands: Landtagspräsident Hendrik Hering, zusammen mit der stellv. Vorsitzenden Monika Nickels. Foto: Verband der Volkshochschulen von Rheinland-Pfalz e.V.
21.04.2018 - Die Mitgliederversammlung der 68 rheinland-pfälzischen Volkshochschulen stand in diesem Jahr unter einem besonderen Vorzeichen. Landtagspräsident Hendrik Hering wurde mit überzeugender Mehrheit zum neuen Vorsitzenden des Verbandes gewählt.

Nachdem der langjährige Vorsitzende, Joachim Mertes, Landespräsident a.D., im vergangenen Herbst verstorben ist, stand die Wahl des neuen Vorsitzes auf der Tagesordnung. Der Vorstand des Volkshochschulverbandes hatte als Kandidaten für die Nachfolge von Herrn Mertes den Präsidenten des Landtags Rheinland-Pfalz, Hendrik Hering, vorgeschlagen. Nach 22 Jahren unter der Führung von Joachim Mertes, Landtagspräsident a.D., beginnt damit eine neue Ära für den Landesverband.

Hendrik Hering würdigte bei seiner Amtsübernahme zunächst das langjährige Engagement seines Vorgängers Joachim Mertes und ist sich sicher, dass dessen Ideen die vhs-Welt in Rheinland-Pfalz nachhaltig geprägt haben. Auf seine neue Aufgabe als Vorsitzender freue er sich sehr, betonte Hering: „Lebenslanges Lernen ernst zu nehmen und wirklich allen Menschen Bildungszugänge zu ermöglichen, ist ein hohes gesellschaftliches Gut. Dafür stehen die rheinland-pfälzischen Volkshochschulen in besonderem Maße. Gemeinsam mit ihnen werde ich mich für diese Ziele einsetzen, sie weiter verfolgen, unterstützen und eigene Impulse setzen. Demokratiebildung wird dabei eine zentrale Rolle einnehmen.“

Monika Nickels, stellvertretende Vorsitzende des rheinland-pfälzischen Volkshochschulverbandes und Leiterin der Kreisvolkshochschule Mainz-Bingen zeigte sich erfreut über das gute Wahlergebnis und gratulierte dem neuen Vorsitzenden: „Herr Hering hat mit seinen Worten an die Delegierten auf der heutigen Mitgliederversammlung seine große Wertschätzung für die Arbeit der Volkshochschulen zum Ausdruck gebracht. Wir brauchen an der Spitze unseres Verbandes eine Person, die für die vhs-Idee steht und sie unterstützt. Und wir sind froh, dass wir dafür Herrn Hering gewinnen konnten!“

„Einmischen erwünscht!“ - unter diesem Motto stand der öffentliche Teil der Mitgliederversammlung, zu der der Landesverband in die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz eingeladen hatte. Das traditionsreiche Feld der politischen Bildung in der Erwachsenenbildung und damit auch an den Volkshochschulen steht vor großen Herausforderungen.

Landtagspräsident Hering machte sich in seinem Plädoyer für mehr Demokratiebildung stark und ging dabei auch explizit auf die Rolle der Volkshochschulen ein: „Volkshochschulen greifen gesellschaftliche Trends auf. Sie bieten Orientierung – das ist gerade jetzt in Zeiten gesellschaftlicher Umwälzungen besonders wichtig.“

Die wichtige Rolle der Volkshochschule in der kommunalen Bildungslandschaft seines Landkreises hob Rolf Schäfer, Beigeordneter des Landkreises Mayen- Koblenz, hervor: „Volkshochschulen arbeiten flächendeckend und wohnortnah, partei- und religionsunabhängig, das macht sie als Bildungspartner der Kommunen attraktiv.“

In ihrem Grußwort unterstrich Brigitte Erzgräber, Abteilungsleiterin im Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur die hohe Bedeutung der Volkshochschulen in den aktuellen Zeiten gesellschaftlicher Umwälzungen. „Die Volkshochschulen haben sich mit ihren Angeboten als ein wichtiger und verlässlicher Partner für Land und Kommunen erwiesen. Bedarfsgerecht, flexibel und mit fachlicher Kompetenz stellen sie sich den enormen Herausforderungen. Dafür gilt ihnen unser Dank und unsere Anerkennung – aber auch unsere Unterstützung!“

Innovative Bildungsangebote zur Unterstützung von Demokratie, Weltoffenheit und Toleranz sollen entwickelt werden, Angebote zur Akzeptanz unseres gesellschaftlichen Wertekonsenses und zur Toleranz gegenüber Diversität zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts beitragen. Wie können sich Volkshochschulen in diesem Feld noch besser aufstellen und positionieren?

Dieser Frage gingen in einer Gesprächsrunde Prof. Dr. Kerstin Pohl, Universität Mainz, Rainer Christ, Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, Caroline Albert-Woll, vhs Neuwied, sowie Christian Rausch, vhs Mainz, nach. Dr. Julia Ditrich, kvhs Südwestpfalz moderierte die Runde und griff dabei auch die Fragen des Publikums auf, das sich per Online-Feedback-System in die Gesprächsrunde einmischen konnte.

 
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