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Plenum: Artensterben muss gestoppt werden

Landesregierung will Biodiversität in Rheinland-Pfalz weiterhin schützen und erhalten

31.08.2018 - Mit der Biodiversitätsstrategie und Landesaktion „Aktion Grün“ will die Landesregierung den Rückgang der Artenvielfalt bis 2025 stoppen. In ihrer Regierungserklärung am vergangenen Donnerstag betonte Umweltministerin Ulrike Höfken die Bedeutung der Artenvielfalt in Rheinland-Pfalz und weltweit.

Der Rückgang der Artenvielfalt habe viele Gründe, erklärten Höfken. Darunter den menschgemachten Klimawandel. In Wäldern und Gewässern sei er für das Artensterben verantwortlich. Das Ziel der Ministerin: Die Biodiversität schützen und den Rückgang der Artenvielfalt stoppen. Hierfür will die Landesregierung bis 2020 insgesamt neun Millionen Euro investieren.

Um dieses Vorhaben zu realisieren gibt es bereits Projekte wie die „Aktion Grün“ oder die Initiative „Blau Plus“, doch die Umweltministerin betonte, der Artenschutz sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, der sich alle gemeinsam stellen müssten. Weiterhin hofft sie auf parteiübergreifende Unterstützung.

Von Seiten der CDU wurde Kritik geäußert. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Christine Schneider kritisierte, die Ministerin führe zu wenige Lösungsansätze an. Es sei ein ganzheitlicher Ansatz nötig, der alle Politikbereiche mit einbeziehe. Außerdem stellte sie die von der Ministerin angeführte Krefelder Studie in Frage. Sie forderte, die Staatsministerin solle die Forschung stärker mit einbeziehen und ihre Aussagen wissenschaftlich belegen.

Nina Klinkel aus der SPD-Fraktion warf Frau Schneider vor, eine einseitige Landwirtschaftsrede zu halten. Am Beispiel des Dodo erklärte sie im Anschluss, dass das Aussterben einer Tierart im komplexen Ökosystem auch immer Konsequenzen für andere habe.

Von der AfD-Fraktion meldete sich Jürgen Klein zu Wort und unterstützte die Zielsetzung des Umweltministeriums zur Sicherstellung der Biodiversität. Darüber hinaus sei die Erhaltung der Artenvielfalt eine rechtliche Verpflichtung.

Marco Weber von der FDP-Fraktion erklärte, dass es viele Akteure gäbe, die zur Erhaltung der Biodiversität einen Beitrag leisteten. Zuletzt stellte Andreas Hartenfels (BÜNDNIS 90/ Die Grünen) die grundsätzlich hohe Relevanz der Biodiversität heraus. Sie sei eine Existenzgrundlage. Außerdem gäbe es nicht nur ökonomische Gründe, sondern auch gesundheitliche und ökologische Aspekte, die für die Biodiversität sprächen.

 
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