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„Man sieht nur mit dem Herzen gut“

Ausstellungseröffnung „ANKUNFT: RHEINLAND-PFALZ“ mit Hendrik Hering

Ausstellung „ANKUNFT: RHEINLAND-PFALZ“. Foto: Herbert Piel
Ausstellung „ANKUNFT: RHEINLAND-PFALZ“. Foto: Herbert Piel
„Es ist manchmal ein einziges Bild, das uns aufschauen lässt, das uns wie durch ein Brennglas auf Flüchtlinge schauen lässt. Flüchtlinge, die auch zu uns nach Rheinland-Pfalz kamen und kommen.“ Mit diesen Worten machte Landtagspräsident Hendrik Hering am Sonntagabend bei der Ausstellungseröffnung deutlich, worum es bei „ANKUNFT: RHEINLAND-PFALZ“ im Mainzer Landesmuseum geht. Im Auftrag der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz e.V. dokumentierte Herbert Piel das Ankommen der Flüchtlinge, ihr Leben, den Versuch der Integration. „Mit dem Thema dieser Ausstellung hat Herbert Piel sich eines der gesellschaftspolitisch aktuellsten und wichtigsten Themen angenommen“, so Hering.

Es sind Momentaufnahmen, aufgenommen in den über 20  Flüchtlingslagern in Rheinland-Pfalz, im Herbst 2015. Sie lassen Tragödien erahnen, die viele tausend Menschen vor und während ihrer Flucht erleiden mussten. Die Bilder zeigen aber auch die fruchtbare Arbeit der vielen behördlichen und ehrenamtlichen Helfer.

Nach Angaben der Vereinten Nationen befinden sich 60 Millionen Menschen auf der Flucht. 53.000 Menschen sind im Jahr 2015 in Rheinland-Pfalz angekommen. Tausende Helfer aus Hilfsorganisationen, Verwaltungen oder Einzelpersonen engagieren sich seitdem. Auch an diejenigen richtete sich Herings Rede, an diejenigen, die den Aufenthalt der Ankommenden erleichtern.

Piel wurde für die Dokumentation ausgewählt, weil er viele der Krisengebiete selbst besucht hat, aus denen die Menschen kamen. Er setzte sich das Ziel, mit seiner Arbeit den Menschen auf der Flucht gerecht zu werden. Dabei orientierte er sich an dem „Kleinen Prinzen“, man sehe nicht mit den Augen, sondern nur mit dem Herzen gut.

Hering äußerte sich zu den Fotografien bewegt. „Herbert Piel lässt uns mit seinen Bildern einzelne „Fluchtgeschichten“ erleben, er baut uns eine Brücke von unserer Welt in die Welt von Menschen auf der Flucht. Damit schafft er Verständnis für die Ankommenden, auch das ist eine wichtige Grundlage dafür, dass Integration gelingen kann.“

Die Ausstellung ist bis zum 30.Oktober für Besucher des Landesmuseums zugänglich. - 30.08.2016

 
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