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„So leicht, so schwer“

Ausstellungseröffnung im Abgeordnetenhaus

Von links nach rechts: Doris Bardong, Hans-Peter Hexemer, Ute Wurtinger, Ruth Ohlig-Kiesel. Foto: Torsten Silz
Von links nach rechts: Doris Bardong, Hans-Peter Hexemer, Ute Wurtinger, Ruth Ohlig-Kiesel. Foto: Torsten Silz
„Zwei Künstlerinnen, die heute auf der rechten Rheinseite leben und arbeiten, jedoch von Geburt an Rheinland-Pfälzerinnen von links des Rheins sind, kehren heute Abend zu ihren rheinland-pfälzischen Wurzeln zurück und werden uns in den nächsten Wochen mit ihren Kunstwerken erfreuen.“ So begrüßte der Leiter der Gruppe Kommunikation und neue Medien, Hans-Peter Hexemer die beiden Künstlerinnen Doris Bardong und Ruth Ohlig-Kiesel. Zugleich startete mit dieser Ausstellung die bewährte Reihe „Kunst im Landtag“ im Jahr 2016, die für die Zeit der Sanierung des Deutschhauses im Foyer des Abgeordnetenhauses weitergeführt wird. Das rege Interesse zeigte, dass auch der neue Ausstellungsort angenommen wird.

„So leicht, so schwer“ haben die beiden Künstlerinnen ihre Ausstellung genannt und damit die Kontraste ihrer sehr unterschiedlichen Werke zum Ausdruck gebracht. Erscheinen die Assemblagen von Ruth Ohlig-Kiesel sehr leicht und zart, wirken die Skulpturen und Objekte von Doris Bardong allein schon durch den Werkstoff Ton schwerer.

Bereits im Vorfeld haben sich Doris Bardong und Ruth Ohlig-Kiesel intensiv mit dem Gebäude des Abgeordnetenhauses auseinandergesetzt. Wie intensiv, das zeigt zum Beispiel die Pyramide aus Distelsamen, die Ruth Ohlig-Kiesel in fast meditativer Kleinstarbeit zusammengesetzt hat und die in der Sichtachse zur Glaspyramide im Innenhof des Abgeordnetenhauses steht. In ihrer Einführungsrede verwies die Künstlerin Ute Wurtinger auch auf die Säule aus Weidenkätzchen, die dem im Abgeordnetenhaus vorkommenden Sichtbeton nachempfunden wurde. Doris Bardong hingegen hat sich die eckigen Säulen im Foyer vorgenommen und mit ihren runden, frechen und farbenfrohen Skulpturen die jeweiligen Vorder- und Rückseiten bespielt. So unterschiedlich die Kunstwerke der beiden wirken, so viele gemeinsame Ideen und Absichten stecken dahinter. Sie verbinden beide das Alte mit dem Neuen, das Lebendige mit dem Leblosen und das Leichte mit dem Schweren.

Eine Ausstellung, die zur Diskussion und Auseinandersetzung anregte – ganz im Sinne der beiden Künstlerinnen. - 02.05.2016

 
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