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Judith Blasius – Fotografie – und Claudia Fischer - Fotografie

Kunst im Landtag

Ausstellungseröffnung "Judith Blasius - Fotografie und Claudia Fischer - Fotografie" - Foto: Andreas Linsenmann
Ausstellungseröffnung "Judith Blasius - Fotografie und Claudia Fischer - Fotografie" - Foto: Andreas Linsenmann
Die jungen Künstlerinnen Judith Blasius und Claudia Fischer zeigen in den nächsten Wochen ihre Arbeiten im Abgeordnetenhaus. Ihre Fotografien stehen sich gegenüber, stehen im Kontrast. „Erst ein intensiveres Betrachten der Fotografien von Judith Blasius lassen auf den ersten Blick verborgene Facetten, wie Verletzlichkeit, Anmut oder Stolz erscheinen. In Claudia Fischers Fotografien liegt der Schwerpunkt hingegen auf der digitalen Bildbearbeitung, mit der es ihr gelingt, mystisch anmutende Bilder zu schaffen“, so Landtagsvizepräsidentin Barbara Schleicher-Rothmund bei der Ausstellungseröffnung.

Beide Künstlerinnen widmen sich in der Ausstellung der Fotografie. Sie nähern sich diesem Genre jedoch auf sehr unterschiedliche Weise. Judith Blasius, die zugleich staatlich geprüfte Modedesignerin ist, legt in einigen Werken den Fokus auf die Inszenierung des Äußeren, indem sie verschiedene Aspekte der Modewelt verarbeitet. Judith Blasius, 1980 in Stuttgart geboren, studiert an der Universität Landau Bildende Kunst, Germanistik und Darstellendes Spiel. In ihrem künstlerischen Werk verarbeitet die staatlich geprüfte Modedesignerin unterschiedliche Aspekte der Modewelt. Ihre Fotografien betonen verschiedene Facetten der weiblichen Persönlichkeit. Durch die bewusste Gestaltung des Äußeren inszeniert sich das Weibliche jeden Tag aufs Neue und bezweckt damit eine bestimmte Außenwirkung: nach außen gezeigten Facetten Stolz, Erotik und Anmut verborgene Nuancen von Unsicherheit, Verletzlichkeit und Verträumtheit. Das Zusammenspiel der unterschiedlichen Persönlichkeitsfacetten findet in den lateinischen Titeln durch Überblendung mehrerer Wörter seinen Höhepunkt.

In Claudia Fischers Fotografien liegt der Schwerpunkt hingegen auf der digitalen Bildbearbeitung, mit der es ihr gelingt, mystisch anmutende Bilder zu schaffen. Der Betrachter gewinnt so den Eindruck, als tanzten geisterhafte Wesen durch die Fotografien. Claudia Maria Fischer, 1991 in Ludwigshafen am Rhein geboren, studiert an der Universität Landau Bildende Kunst, Germanistik und Darstellendes Spiel für das gymnasiale Lehramt.

Eine Einführung in die Ausstellung unternahm Professor Tina Stolt, bei der beide Künstlerinnen an der Universität Koblenz-Landau studiert hatten. Dabei blickte sie auf die Anfänge der Fotografie zurück und bedauerte: „Heute ist das Foto beliebiges Abbild der Welt.“ Von den Fotos dieser Ausstellung könne man dies allerdings nicht sagen – sie seien vielmehr gestaltete Welt.

Die Ausstellung ist vom 1. bis 24. Juni 2016 täglich – außer an Wochenenden – von 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr im Foyer des Abgeordnetenhauses, Kaiser-Friedrich-Straße 3, 55116 Mainz, zu sehen. - 06.06.2016

Flyer zur Ausstellung

 
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