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Die Wendezeit 1989/1990 in der DDR

Herbert Piel zeigt eindrucksvolle Fotografien im Landtag

Herbert Piel selbst führte in die Fotoausstellung ein. Foto: Torsten Silz
Herbert Piel selbst führte in die Fotoausstellung ein. Foto: Torsten Silz
Am 18. März 1990, also auf den Tag vor genau 25 Jahren, fand die erste freie und zugleich letzte Wahl zur Volkskammer der DDR statt. Ein beziehungsreiches Datum und zugleich würdiger Anlass, die Ausstellung mit Bildern aus der Wendezeit des Bopparder Fotografen Herbert Piel an diesem Tag zu eröffnen. „Viele jüngere Menschen haben kaum noch Vorstellungen darüber, wie es in der damaligen DDR aussah, schon gar nicht diejenigen, die nach dem Mauerfall geboren worden und in einem vereinigten Deutschland aufgewachsen sind. Mauer, Stacheldraht – das bleiben für Jüngere historische Ereignisse. Ebenso der gesellschaftliche, der bauliche, der wirtschaftliche Verfall der DDR. Die Wirklichkeit von damals führen uns die Bilder von Herbert Piel vor Augen“, erwähnte Präsident Joachim Mertes in seiner Begrüßungsrede.

Gezeigt wurden vierzig hochwertige Fotografien, die den DDR-Alltag zwischen Mauerfall und Wiedervereinigung eindrucksvoll dokumentieren. Da ist ein verlassener Porzellanladen, der die Vergänglichkeit der DDR aufzeigt. Da ist aber auch das Länderkennzeichen der DDR, das durch Abkleben der Buchstaben „D“ und „R“ zum neuen Länderkennzeichen für Deutschland wird und somit den Erfindungsreichtum der DDR-Bürgerinnen und -Bürger aufzeigt, die jahrzehntelang mit Mangel in allen Bereichen umzugehen lernen mussten.

Herbert Piel selbst führte mit einem spannenden und gelungenen Vortrag in die Fotoausstellung ein. Mit einer Foto-Präsentation und launigen Kommentaren zeigte der mehrfach ausgezeichnete Fotograf zunächst seinen beruflichen Werdegang. Interessant waren dabei vor allem die noch unveröffentlichten Fotos des damaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt im Krankenbett und zusammen mit seinem Besucher Willy Brandt, den er später auch in der Wendezeit in der DDR fotografierte.

In einem weiteren Schritt führte Herbert Piel die Gäste mit ebenso eindrucksvollen Fotos durch verschiedene politische Wendezeiten in Rheinland-Pfalz und endete mit der anstehenden Wendezeit, der Deutschhaussanierung.  Über die Entstehung seiner Fotografien aus der Wendezeit 1989/1990 sagte er, dies sei bis heute die spannendste und emotional bewegendste Zeit in seinem Fotografenleben gewesen.

Die Ausstellung war bis zum 10. April 2015 in der Lobby des Landtags zu sehen. - 15.04.2015

Flyer zur Ausstellung

 
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