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Paul Schneider - der "Prediger von Buchenwald"

Ausstellung im Landtag erinnert an die Opfer des Nationalsozialismus

Im Bild sind die beiden noch lebenden Kinder Karl-Adolf Schneider und Eva-Maria Vorster zu sehen. Foto: Klaus BenzZahlreiche Veranstaltungen würdigten auch in diesem Jahr den Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar. Im Landtag machte den Auftakt eine Ausstellung zum Gedenken an Pfarrer Paul Schneider (1897 - 1939), der "Prediger von Buchenwald", die am 13. Januar 2010 durch Landtagspräsident Joachim Mertes eröffnet wurde. In seiner Rede zur Ausstellungseröffnung betonte Landtagspräsident Joachim Mertes, dass "die Ausstellung Mut, Selbstlosigkeit und Zivilcourage ein Gesicht verleiht, das Gesicht Paul Schneiders."

Paul Schneider gilt als einer der frühen Märtyrer im Kampf gegen den Nationalsozialismus. Er ist 1897 in Pferdsfeld/Bad Kreuznach geboren und war zuletzt evangelischer Pfarrer in Dickenscheid im Hunsrück. 1934 schloss er sich der Bekennenden Kirche an. Vom Gestapo-Gefängnis Koblenz führte sein Leidensweg im November 1937 ins KZ Buchenwald. Dort sprach er seinen Mitgefangenen monatelang aus dem Zellenfenster mit Bibelworten Trost und Mut zu, bis seine Stimme unter den Schlägen der Aufseher verstummte. 1939 wurde Paul Schneider mit einer Giftspritze ermordet. Es werden Original-Dokumente aus seinem Leben: z. B. seine letzte Bibel mit handschriftlichen Anmerkungen, zwei Briefe aus dem KZ Buchenwald und drei kleine Zeichnungen seiner Arrestzelle im Gestapo-Gefängnis Koblenz, die er für seine Kinder angefertigt hat und die im Wäschesack aus dem Gefängnis geschmuggelt wurden, gezeigt.

Die Ausstellung wurde von Landtagspräsident Joachim Mertes eröffnet. Mit unter den Gästen auch Ministerpräsident Kurt Beck. Foto: Klaus Benz

Außerdem bestand die Ausstellung aus 17 Text-Bildtafeln, die von der Paul Schneider-Gesellschaft aus Weimar erstellt wurden. Die Ausstellung der Paul-Schneider-Gesellschaft wurde ergänzt durch Original-Exponate aus dem Nachlass Paul Schneiders, der im Archiv der evangelischen Kirche im Rheinland verwahrt wird. Elsa-Ulrike Ross, Vorsitzende der Paul-Schneider-Gesellschaft, führte in die Ausstellung ein. Präses i. R. Manfred Kock sprach ein Grußwort.

Die Ausstellung war bis Freitag, 5. Februar 2010 im Landtag zu sehen. 

PDF-Dokument (Symbol)Flyer zur Ausstellung



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