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Joachim Mertes verstorben

Landtagspräsident Hendrik Hering würdigt seinen Vorgänger

Der langjährige frühere Landtagspräsident Joachim Mertes ist heute in seinem Heimatort in Buch im Hunsrück im Alter von 68 Jahren verstorben. Mertes erlag einem schweren Krebsleiden.

„Joachim Mertes war ein leidenschaftlicher Vollblutpolitiker, ein selbstbewusster Abgeordneter und Präsident des Landtags sowie ein wortgewaltiger Redner. In den Jahren seiner Zugehörigkeit zum Landtag zwischen 1983 und 2016 hat er den Landtag und die Landespolitik in unterschiedlichen Funktionen in herausragender Weise geprägt. Wie für kaum einen anderen waren für ihn Heimatverbundenheit und Weltoffenheit, der Einsatz für die Menschen in seinem Land und in Europa von zentraler Bedeutung. Sich in dieser Weise für die Menschen zu engagieren, war ihm ein Herzensanliegen. Mit Joachim Mertes verliert Rheinland-Pfalz einen profilierten Politiker, der sich große Verdienste um unser Land erworben hat“, erklärte Landtagspräsident Hendrik Hering. „Wir trauern mit seinen Angehörigen und Freunden, wir trauern mit denen, denen Joachim Mertes in besonderer Weise verbunden war. Wir trauern um einen großartigen Menschen und Politiker“.

Zwischen 2006 und 2016 war Joachim Mertes zwei Wahlperioden lang Präsident des Landtags Rheinland-Pfalz. In dieser Zeit war es ihm ein besonderes Anliegen, die Stellung des Parlaments gegenüber der Regierung zu stärken, die Verbindungen von Rheinland-Pfalz mit seinen europäischen Nachbarregionen auszubauen, den Landtag als Ort der Begegnung weiterzuentwickeln und die Traditionslinien von Demokratie und Freiheit in unserem Land als Grundlage für unser heutiges demokratischen Gemeinwesen immer stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Für die zukünftige Arbeit des Landtags wird zudem seine Initiative, mit der die nachhaltige Sanierung des Landtagsgebäudes im historischen Deutschhaus eingeleitet wurde, von großer Bedeutung bleiben. „Das neue Deutschhaus wird über seinen Tod hinaus mit dem Namen von Joachim Mertes verbunden bleiben“, erklärte Landtagspräsident Hering.

In der übermorgen stattfindenden Plenarsitzung des Landtags wird das Parlament des Verstorbenen gedenken.

 
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