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Großregion probt den Ernstfall

Pressemitteilung der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag Rheinland-Pfalz vom 27.06.2012

Anlässlich der Schutzübung am Atomkraftwerk Cattenom erklärt Stephanie Nabinger, Atompolitische Sprecherin BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag Rheinland-Pfalz:

Heute fand erstmals eine zeitgleiche, gemeinsame und grenzüberschreitende Übung der Anrainerstaaten für das Atomkraftwerk Cattenom statt. Bei der Übung handelt es sich um eine strategische Stabsrahmenübung auf politisch-administrativer Ebene. Dies bedeutet, dass nur die Krisen- beziehungsweise Katastrophenschutzstäbe der in der Großregion zuständigen Behörden aktiv teilnehmen. Beteiligt sind an der Übung Rheinland-Pfalz, das Saarland, Luxemburg, die französische Region Lothringen, die belgischen Wallonie sowie die französische und deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens. Schwerpunkte der Übung bilden die gegenseitige Information über Entscheidungen zur Gefahrenabwehr.

„Es war uns ein besonderes Anliegen, vor Ort ein Bild über die Situation zu erhalten. Wir wollten uns davon überzeugen, dass wir für den Ernstfall gerüstet sind und die Kommunikation in der Großregion gerade in solch einem grenzüberschreitenden Krisenfall funktioniert. Wie sich nun gezeigt hat, können schon kleine Übersetzungsfehler dazu führen, dass die notwenigen Notfallmaßnahmen nicht ergriffen werden. Dies zeigt, wie wichtig diese Katastrophenübung ist. Das AKW Cattenom wird dadurch zwar nicht sicherer, aber den zuständigen Behörden wird vor Augen geführt, welche Mängel es an der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und an den Notfallplänen gibt. Eine Überarbeitung der Notfallpläne sowie die Erweiterung der Mittelzone bei einem nuklearen Unfall in Cattenom von bisher zehn Kilometer auf 25 Kilometer ist daher unabdingbar. Desweiteren müssen die Bürgerinnen und Bürger durch einen Flyer über Verhaltensregeln informiert, sowie das Personal der Kinderbetreuungen und Schulen für ein solches Ereignis geschult werden“, erklärt Stephanie Nabinger, Atompolitische Sprecherin von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN im rheinlandpfälzischen Landtag.

Stephanie Nabinger betont, dass die dauerhafte Abschaltung des AKW Cattenom das erklärte Ziel ist und bleibt: „Nicht erst der Stresstest hat uns gezeigt, dass Cattenom gravierende Mängel aufweist. Die mehr als 800 Zwischenfälle zeigen, dass Cattenom ein Risiko für die Großregion mit ihren über 11 Millionen Einwohnern darstellt. Endgültige Sicherheit wird es erst mit seiner dauerhaften Abschaltung geben - das ist der Auftrag für die Zukunft.“

www.gruene-fraktion-rlp.de


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