Direkt zum Inhalt

Logo des Landtags Rheinland-Pfalz

Bahngipfel Rheinland-Pfalz

Hans-Josef Bracht: Becks Bahngipfel hat wenig Neuigkeitswert

Pressemitteilung der CDU-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz vom 28.06.2012

Keine Antworten auf die entscheidenden offenen Fragen des Bahnverkehrs in Rheinland-Pfalz brachte Ministerpräsident Becks sog. „Bahngipfel“ mit DB-Chef Grube, so der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion, Hans-Josef Bracht. Der Ministerpräsident und der Bahnchef berichteten im Wesentlichen über bekannte Investitionsvolumina und über die Abwicklung der bekannten in Arbeit befindlichen Projekte.

„Erfreulich sind das Bekenntnis der Deutschen Bahn zum Standort Mainz und die geplanten Investitionen in die Schieneninfrastruktur hier im Land. Auf die drängendsten Probleme des Bahnverkehrs im Land gab es heute aber leider keine wirklichen Antworten: Dazu gehören insbesondere der Schutz der Menschen vor Bahnlärm im Mittelrheintal und die Perspektive für eine neue Güterbahntrasse zwischen Köln und Frankfurt sowie für die Nutzung von Ausweichstrecken. Denn nur durch alternative Strecken können die Güterzüge aus dem Rheintal verlagert werden. Der Fahrplan für weitere Lärmschutzmaßnahmen in den kommenden Jahren bleibt vage. Offen ist auch, welche Perspektive es für die durchgängig zweigleisige Verbindung zwischen Trier und Luxemburg gibt. Wir hätten zudem gerne gewusst, was Herr Beck und Herr Lewentz in ihren Gesprächen bei den Themen Schienenbonus und lärmabhängige Trassenpreise erreicht haben. Offensichtlich nichts berichtenswertes. Auch die Menschen in Rheinland-Pfalz hätten zu all dem heute gern Genaueres gehört.“

Solange so viele Fragen ungeklärt seien und solange die Bahngesellschaften das Tempo der Umrüstung ihrer Güterwagen auf lärmmindernde Bremsen nicht deutlich erhöhten, so Bracht, müsse kurzfristig ein Nachtfahrverbot für ältere Züge und ein nächtliches Tempolimit der Züge auf 50 km/h zwischen 0.00 Uhr und 6.00 Uhr ins Auge gefasst werden. Nur so könne der nötige Druck aufgebaut werden.

Es sei zu begrüßen, so Bracht, dass die Bahn laut DB-Chef Grube an einem „ganzheitlichen Konzept“ gegen den Bahnlärm arbeite. Solange ein solches Konzept aber nicht konkret vorliege und geprüft werden könne, müsse der Druck mit klaren Forderungen wie Nachtfahrverbot und Tempolimit aufrecht erhalten werden. Versprechungen für 2020 könnten die Menschen im Mittelrhein nicht beruhigen.

www.cdu-fraktion-rlp.de


Presse
Zurück zur Übersicht

Übersicht der TastaturkürzelAktuellesDokumente