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Zusammenführen und zusammen arbeiten

Landtagspräsident empfängt Delegation des burgundischen Partnerschaftsverbandes Burgund Franche-Comté/Rheinland-Pfalz

Die Partnerschaftsverbände in Rheinland-Pfalz und der französischen Region Burgund-Franche-Comté sollen zukünftig noch enger zusammen arbeiten und dichter vernetzt werden. Diese Absicht erklärten die Präsidentin des Partnerschaftsverbandes Burgund-Franche-Comté, Françoise Elloy, und der rheinland-pfälzische Landtagspräsident Hendrik Hering, zugleich kommissarischer Präsident des Partnerschaftsverbandes in Rheinland-Pfalz, bei einem Treffen in Mainz und vereinbarten hierzu erste konkrete Schritte.

Nachdem Hering im vergangenen November in Dijon eine gemeinsame Erklärung zur Zusammenarbeit des Landtags Rheiland-Pfalz mit der seit 1. Januar 2016 erweiterten französischen Region Burgund Franche-Comté unterzeichnet hatte, soll die Partnerschaft jetzt durch organisatorische und inhaltliche Maßnahmen weiter intensiviert werden. Hierzu gehöre neben dem Austausch zwischen den beiden Regionen auch die Kooperation mit den Partnerregionen in Oppeln und Mittelböhmen im Rahmen des „Vierer-Netzwerks“ zur Zusammenarbeit der europäischen Regionen.

Auf französischer Seite liefen derzeit organisatorische Maßnahmen, um nach der Gebietsreform die Partnerschaft der vier Regionen auf neue Füße zu stellen, berichtete Elloy.

Hering schlug vor, dass sich Ende des Jahres alle im „Vierer-Netzwerk“ Engagierten zusammenfinden sollten, um Bilanz der bisherigen Zusammenarbeit zu ziehen, Projekte für das Folgejahr gemeinsam und verbindlich zu planen sowie die anstehenden Aufgaben auf die Partner zu verteilen.

Auch EU-Kritiker einbinden

Einig war man sich inhaltlich darin, dass der Schwerpunkt weiterhin auf der Bildungs- und Jugendarbeit liegen sollte, um junge Menschen für die europäische Idee zu sensibilisieren und für den europäischen Einigungsprozess zu motivieren. Hierzu gibt es beispielsweise auf französischer Seite in diesem Jahr erstmals ein Projekt mit dem Titel „Spielspass“. Es handelt sich dabei um einen Schulwettbewerb, dessen Ziel es insbesondere ist, Kinder in Frankreich für die deutsche Sprache zu begeistern und das interkulturelle Lernen mit allen Mitteln der Kommunikation zu fördern. Eine wichtige Zielgruppe werden neben Schülern und Studenten künftig verstärkt auch Jugendliche sein, die sich in der beruflichen Ausbildung befinden. Ebenfalls will man insbesondere auch all diejenigen jungen Menschen erreichen, welche die Vorteile eines gemeinsamen und vereinten Europas noch nicht erkennen können und sich abgehängt fühlen. „Es muss stärker denn je unser aller Herzensanliegen sein, für die gemeinsamen europäischen Werte einzustehen, aber auch die EU-Kritiker zu hören, ihre Bedenken auf- und ernst zu nehmen, um ihnen zugleich die unschätzbaren Vorteile Europas nahe zu bringen“, betonte Hering.    

Bild 1: Die Präsidentin des Partnerschaftsverbandes Burgund-Franche-Comté, Françoise Elloy, trägt sich unter den Augen des Landtagspräsidenten Hendrik Hering ins Gästebuch des Landtags ein.

Bild 2: Eine Delegation des Partnerschaftsverbandes Burgund-Franche-Comté mit Präsidentin Françoise Elloy (2. v. links), Generalsekretärin Andrée Pinard (links) und dem Beauftragten für Städtepartnerschaften, Guy Dincher (2. v. rechts) diskutierte intensiv über die Zukunft der Partnerschaft mit Landtagspräsident Hendrik Hering (3. v. links), der Jugendbeauftragten des Partnerschaftsverbandes Rheinland-Pfalz/Burgund, Gisela Bader-Schnittert (3. v. rechts) und Hubert Beeres (rechts), Referatsleiter beim Landtag für die Zusammenarbeit mit Burgund.

Region Bourgogne-Franche-Comté:

Bourgogne-Franche-Comté (BFC) ist der Name der französischen Region, die am 1. Januar 2016 durch den Zusammenschluss der bisherigen Regionen Burgund und Franche-Comté entstand. Hauptstadt der Region ist Dijon.

Bourgogne-Franche-Comté ist mit 47.784 km² die fünftgrößte Region (ohne Übersee-Regionen) und hat 2.819.783 Einwohner (Stand: 2013), womit sie die drittkleinste Region nach der Einwohnerzahl ist. Sie unterteilt sich in die acht Départements Côte-d’Or, Doubs, Haute-Saône, Jura, Nièvre, Saône-et-Loire, Territoire de Belfort und Yonne. Sie grenzt (im Uhrzeigersinn) an die Region Grand Est, die Schweiz sowie die Regionen Auvergne-Rhône-Alpes, Centre-Val de Loire und Île-de-France.

Quelle: Wikipedia

Stichwort: Partnerschaft der Regionen

Seit 1962 verbindet Rheinland-Pfalz eine lebendige Partnerschaft mit der französischen Region Burgund. Der Landtag Rheinland-Pfalz und der Regionalrat Burgund pflegen seit 1987 eine erfolgreiche partnerschaftliche Zusammenarbeit.

Ein erster Rahmen der deutsch-französischen Partnerschaft fand sich bereits 1956 mit der Gründung des Freundschaftskreises Rheinland-Pfalz/Burgund (seit 1999 Partnerschaftsverband Rheinland-Pfalz/Burgund) als Trägerverein für den Austausch und der Amicale Bourgogne/Rhénanie-Palatinat (seit 1998 Union pour la Cooperation Bourgogne/Rhenanie-Palatinat) im Jahr 1957.

Am 21. Mai 2003 wurden schließlich die Gemeinsamen Erklärungen „Vierernetzwerk der Regionalpartner“ und die „Gemeinsame Erklärung zur Zusammenarbeit des Landtags Rheinland-Pfalz, des Regionalrats Burgund, der Mittelböhmischen Region und des Sejmik der Woiwodschaft Oppeln“ unterzeichnet.

 
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