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Veranstaltungen des Landtags Rheinland-Pfalz zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2017

Verfolgung der Kunst- und Kulturschaffenden im Nationalsozialismus steht im Mittelpunkt

Die Verfolgung der Kunst- und Kulturschaffenden im Nationalsozialismus ist in diesem Jahr der Themenschwerpunkt der Veranstaltungen des Landtags Rheinland-Pfalz zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar. Im Mittelpunkt steht die zentrale Gedenksitzung des Landtags mit der Journalistin und Publizistin Lea Rosh. Der Landtag zeigt eine Gedenk-Ausstellung, die kommende Woche im Abgeordnetenhaus durch Landtagspräsident Hering eröffnet wird, der auch bei der Eröffnung der Ausstellung der Ökumenischen Arbeitsgruppe im Dom zu Mainz sprechen wird.

Zur Berichterstattung über alle drei Veranstaltungen sind Sie herzlich eingeladen. Das gesamte Veranstaltungsprogramm zum Gedenktag am 27. Januar 2017 finden Sie in der Anlage.

Zentrale Gedenksitzung des Landtags Rheinland-Pfalz

Freitag, 27. Januar 2017, 10:00 Uhr

Landtag Rheinland-Pfalz, Interims-Plenarsaal Steinhalle, Landesmuseum Mainz

Landtagspräsident Hendrik Hering eröffnet die zentrale Gedenksitzung des Landes mit Abgeordneten, Regierungsmitgliedern und geladenen Gästen. Die Gedenkrede hält Lea Rosh, Journalistin und Publizistin und Vorsitzende des Förderkreises Denkmal für die ermordeten Juden Europas e.V. Es spricht weiter der stellvertretende Ministerpräsident Volker Wissing. Musikalisch begleitet wird die Gedenksitzung vom Duo Dr. Clemens Kuhn, Flügel, und Horst Kuhn, Klarinette, mit Werken der verfolgten Komponisten Paul Ben-Haim und Viktor Ullmann.

Ausstellung „Verbrannte Bücher – von den Nazis verfemte Schriftsteller“

Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 26. Januar 2017, 18:30 Uhr

Foyer des Abgeordnetenhauses, Kaiser-Friedrich-Str. 3, Mainz

Die Ausstellung zeigt die Geschichte der Bücherverbrennung im Jahr 1933 und das Schicksal einiger damit verbundener Schriftsteller. Am 10. Mai 1933 verbrannten die Nationalsozialisten in mehreren deutschen Städten Bücher und Schriften, die als „undeutsches Schrifttum“ bezeichnet wurden. Bei der Säuberung öffentlicher Bibliotheken wurden unter anderem die Bücher von Karl Marx, Heinrich Heine, Sigmund Freud, Thomas und Heinrich Mann, Erich Maria Remarque, Bertolt Brecht, Erich Kästner und Kurt Tucholsky beschlagnahmt. Auch die Mainzer Schriftstellerin Anna Seghers stand auf der sogenannten „Schwarzen Liste“. 

Die Ausstellung wird vom Landtag Rheinland-Pfalz in Zusammenarbeit mit dem Förderkreis Denkmal für die ermordeten Juden Europas e.V. Zur Eröffnung sprechen Landtagspräsident Hendrik Hering, Ministerpräsidentin Malu Dreyer und die Vorsitzende des Förderkreises Lea Rosh. Die Ausstellung ist vom 26. Januar bis zum 24. Februar 2017 zu sehen.

Ausstellung „Worte wie Gift und Drogen. Was Sprache anrichten kann – von damals bis heute“

Ausstellungseröffnung: Dienstag, 24. Januar 2017, 18.00 Uhr

Dom zu Mainz

Die Ausstellung stellt die Sprache und die Worte der Nationalsozialisten in den Mittelpunkt, mit denen sie den Völkermord und den Vernichtungskrieg begannen. Es waren Worte, die wie Gift auf die Menschen wirkten und aus anscheinend ganz normalen Menschen Massenmörder machten. Auch nach dem Ende der Schreckensherrschaft waren die Nachwirkungen dieser Nazi-Sprache noch lange zu spüren, wie die Ausstellung zeigt. 

Die Ausstellung wird von der Ökumenischen Arbeitsgruppe Gedenktag 27. Januar veranstaltet. Zur Eröffnung sprechen Landtagspräsident Hendrik Hering, Prälat Dietmar Giebelmann und Präses Dr. Ulrich Oehlschläger. Die Ausstellung ist vom 24. bis 30. Januar 2017 im Dom zu Mainz zu sehen, anschließend in der Katholischen Hochschulgemeinde Mainz und in der Christuskirche Mainz.

 
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