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Von Bildung bis Trump

Landtagspräsident diskutiert mit Schülern der Realschule Bad Marienberg

Die 15-jährige Fidan Sardali verfolgt beim Landtagsbesuch ihrer Klasse der Marie-Curie-Realschule plus aus Bad Marienberg konzentriert die Ausführungen des Landtagspräsidenten. Foto: Landtag Rheinland-Pfalz
Die 15-jährige Fidan Sardali verfolgt beim Landtagsbesuch ihrer Klasse der Marie-Curie-Realschule plus aus Bad Marienberg konzentriert die Ausführungen des Landtagspräsidenten. Foto: Landtag Rheinland-Pfalz
Konzentriert verfolgt die 15-jährige Fidan Sardali die Ausführungen des Landtagspräsidenten Hendrik Hering. Die Schülerin aus Aserbaidschan gehört zu einer 10. Klasse der Marie-Curie-Realschule plus aus Bad Marienberg. Gemeinsam mit ihren Mitschülern und ihrer Lehrerin Petra Rübsamen und einer weiteren 10. Klasse der Schule ist sie zu Besuch im rheinland-pfälzischen Landtag. Da die Schule im Wahlkreis von Hendrik Hering liegt, lässt er es sich nicht nehmen, die Klasse persönlich zu begrüßen, sie über seine tägliche Arbeit zu informieren und sich den Fragen der Jugendlichen zu stellen. Und es wird eine sehr lebhafte Gesprächsrunde. Es geht um Themen der großen und kleinen Politik, um das Schulsystem in Rheinland-Pfalz, um Inklusion, um eine gerechte Gesellschaft, um den Flughafen Hahn, um die Flüchtlingspolitik, um den SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz oder auch um den amerikanischen Präsidenten Donald Trump. Man merkt, dass sich die Schülerinnen und Schüler sehr intensiv auf den Besuch im Landtag vorbereitet haben. 

 Fidan Sardali, die mit ihrer Familie vor einem Jahr als Flüchtlinge nach Deutschland kam, sechs Sprachen spricht und hier ihren Realschul-Abschluss anstrebt, will es dann aber genau wissen. Sie versteht nicht, warum es in Deutschland so unterschiedliche Schulsysteme gibt. So hat sie in ihrer Zeit hier bereits das bayerische System kennengelernt. Hendrik Hering erklärt ihr in Grundzügen das manchmal nicht ganz einfache, aber von vielen Vorteilen geprägte föderale System in Deutschland, die hieraus erwachsende Vielfalt der Bildungsmöglichkeiten und den Wettbewerb unter den Ländern. Und Fidan Sardali wehrt sich gegen das Vorurteil, dass die meisten Flüchtlinge nur wenig gebildet und kaum qualifiziert seien. „Ein Großteil der Zuwanderer ist hochgebildet und verfügt über Fähigkeiten, die wir auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt sehr gut brauchen können“, bestätigt ihr dann auch der Landtagspräsident. Sie bereicherten eine Gesellschaft mit ihren Erfahrungen, ihrer Vielfalt und ihren Kompetenzen. „Und solche Begegnungen mit Menschen bereichern immer alle Beteiligten und bauen Vorurteile ab“, findet Hendrik Hering. 

 
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