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Politiker als ganz normale Menschen kennengelernt

Schulbesuchstag 2017: Abgeordnete besuchen landesweit Schulen

Was unter den Nägeln brennt direkt mit den Abgeordneten diskutieren, wie hier mit Landtagspräsident Hendrik Hering. Bildnachweis: Landtag Rheinland-Pfalz/Torsten Silz
Was unter den Nägeln brennt direkt mit den Abgeordneten diskutieren, wie hier mit Landtagspräsident Hendrik Hering. Bildnachweis: Landtag Rheinland-Pfalz/Torsten Silz
10.11.2017 - Welche Positionen rheinland-pfälzische Landespolitiker zu den unterschiedlichsten Themen vertreten und dass sie auch ganz normale Menschen sind, haben Schülerinnen und Schüler beim landesweiten Schulbesuchstag auch in diesem Jahr aus erster Hand erfahren können. Insgesamt haben sich 129 weiterführende Schulen aller Schularten an der bundesweit einmaligen Aktion beteiligt. In diesen Schulen haben rund 7.400 Schülerinnen und Schüler an den Gesprächen teilgenommen.

Schulbesuchstag 2017 - Übersicht aller Termine



„Dieser bundesweit einmalige Schulbesuchstag hat sich seit seiner Premiere im Jahr 2003 zu einer festen Größe im Terminkalender der Abgeordneten entwickelt und hat insbesondere zum Ziel, das Verständnis von Schülerinnen und Schülern für die parlamentarische Demokratie zu fördern“, erklärte Landtagspräsident Hendrik Hering. Er selbst war in diesem Jahr an der Realschule plus und Fachoberschule Hachenburger Löwe in Hachenburg, an der Berufsbildenden Schule Westerburg sowie am evangelischen Gymnasium Bad Marienberg zu Gast. Ebenso besuchten die Landtags-Vizepräsidenten Barbara Schleicher-Rothmund und Hans-Josef Bracht mehrere Schulen in Rheinland-Pfalz. 


Gedenken an historisches Datum

Ausgangspunkt der Gespräche sei oftmals das historische Datum des 9. Novembers gewesen, berichtete Hendrik Hering. Damit solle an die glücklichen und die tragischen Momente der deutschen Geschichte erinnert werden. Zum einen können mit der Ausrufung der ersten deutschen Republik 1918 durch Philipp Scheidemann und dem Fall der Berliner Mauer im Jahr 1989 wichtige Meilensteine der demokratischen Entwicklung Deutschlands gefeiert werden. Zum anderen ist der 9. November auf besondere Weise mit der Reichspogromnacht von 1938 und die Erinnerung an die Shoah sowie die Schrecken der nationalsozialistischen Herrschaft verbunden. Dieser Tag bietet sich für Landtagspräsident Hering daher besonders an, „über Herausforderungen für unsere gegenwärtige demokratische Gesellschaft zu diskutieren und sich entschieden gegen rechtsextreme und fremdenfeindliche Tendenzen zu wenden.“ Aber auch alle anderen Fragen und Themen von Ausbildungsplätzen über Bildung bis hin zu Rente und Zuwanderung würden von Landtagsabgeordneten aus allen Fraktionen mit den Jugendlichen intensiv diskutiert.


Zum Mitgestalten motivieren

„Der Schulbesuchstag soll schließlich auch dazu ermutigen, aktiv an politischen Entscheidungsprozessen teilzunehmen und mitzugestalten“, betonte Hendrik Hering. Im Dialog erhielten einerseits die Jugendlichen die Möglichkeit, Fragen und Themen, die ihnen unter den Nägeln brennen unmittelbar mit den politischen Entscheidern zu diskutieren und andererseits erhielten die Abgeordneten wichtige Rückmeldungen für deren politische Arbeit. Auch die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer nahm am diesjährigen Schulbesuchstag teil und besuchte die Geschwister-Scholl-Realschule plus in Germersheim.

Ins Leben gerufen wurde der Schulbesuchstag 2003 vom damaligen Landtagspräsidenten Christoph Grimm im Rahmen der Veranstaltungen zum 27. Januar, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Seit dem Jahr 2005 findet der landesweite Schulbesuchstag jeweils am 9. November statt. In den Jahren 2003 bis 2016 haben sich insgesamt rund 84.300 Schülerinnen und Schüler am Schulbesuchstag beteiligt.

Schulbesuchstag 2017 - Übersicht aller Termine

 
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