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Präsidentenwein kommt aus Europas steilstem Weinberg

Landtagspräsident Hendrik Hering kürt Riesling aus dem Bremmer Calmont an der Mosel

Der neue Präsidentenwein wurde gekürt von Landtagspräsident Hendrik Hering (2. v. links) und Landtagsdirektorin Ursula Molka (2. v. rechts). Das Winzer-Ehepaar Angelina und Kilian Franzen präsentierte zuvor eine Auswahl ihrer erlesenen Weine. Foto: Andreas Walz
Der neue Präsidentenwein wurde gekürt von Landtagspräsident Hendrik Hering (2. v. links) und Landtagsdirektorin Ursula Molka (2. v. rechts). Das Winzer-Ehepaar Angelina und Kilian Franzen präsentierte zuvor eine Auswahl ihrer erlesenen Weine. Foto: Andreas Walz
Nicht nur gute Weine können eine Geschichte erzählen, sondern oft sind es auch die Winzer, die eine spannende Geschichte zum Besten geben können. Und manchmal fügt sich beides harmonisch und erfolgreich zusammen. „Der Sommer war sehr groß“ nennt sich somit nicht nur ein Riesling des Weinguts Franzen aus Bremm an der Mosel aus dem Jahr 2016, sondern dies ist auch die Überschrift eines ganz persönlichen Jahresrückblicks des Winzer-Ehepaars Kilian und Angelina Franzen, der in Faltblättern den Wein begleitet. Und wenn schließlich auch Qualität und Geschmack des Rebensaftes überzeugen, sind alle Ingredienzen für einen echten Präsidentenwein vorhanden.

So kürte Landtagspräsident Hendrik Hering kürzlich gemeinsam mit der Direktorin beim Landtag, Ursula Molka, im Rahmen einer kleinen Weinprobe vor Ort genau jenes Erzeugnis des Weinguts zum neuen Präsidentenwein. Der Weißwein ergänzt damit einen bereits vorhandenen Rotwein aus Rheinhessen. Die Weine werden als Gastgeschenk des Landtags beim Besuch von inländischen oder ausländischen Gästen und Delegationen verwendet.

Erbe des Vaters fortgeführt

Die Geschichte des Weinguts Franzen ist jedoch auch mit einem tragischen Ereignis verbunden. Das junge Winzerpaar war nach dem Unfalltod des Vaters von Kilian Franzen im Weinberg von heute auf morgen gezwungen, noch während ihrer Ausbildung den väterlichen Betrieb zu übernehmen. Auch der Bruder des Verstorbenen, Hans Jürgen Franzen und die Mutter Iris halfen tatkräftig mit.  Hendrik Hering zollte der Familie großen Respekt, nach diesem heftigen Schicksalsschlag das Weingut erfolgreich weiterentwickelt und das Erbe des Vaters Ulrich Franzen - die Rekultivierung des Calmonts als national wie international berühmte Weinlage - fortgeführt zu haben. Es sei hier in vorbildlicher Art und Weise gelungen, Tradition und Innovation miteinander zu verbinden, die einzigartige Kulturlandschaft zu erhalten und preisgekrönte Weine zu produzieren.  Die Franzens bewirtschaften dabei den steilsten Weinberg Europas, möglicherweise sogar der Welt: den Bremmer Calmont. Hendrik Hering hatte sich bei früheren Besuchen vor Ort bereits einen Eindruck von der Arbeit in dieser Steilstlage verschaffen können, die rund 65 Grad Steigung aufweist, was rund 130 Prozent entspricht. Insgesamt gehören zum Weingut zehn Hektar Rebfläche. Etwa zehn Prozent der Weine werden ins Ausland exportiert.  - 12.04.2017

 
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